Rentendiskussion Image
Quelle: Fotolia

Die neusten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zeigen, dass die Beschäftigungsquote der 60- bis 65-jährigen, sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in den vergangenen fünf Jahren um mehr als 10 Prozentpunkte auf knapp 30 Prozent zugelegt hat. Dennoch hadert die SPD in ihrer jüngsten Absichtserklärung mit der „Rente mit 67“. Die Sozialdemokarten sorgen sich unter anderem um die Arbeitsfähigkeit der älteren Beschäftigten aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen.

Die Beschäftigten selbst sehen ihre Situation laut EWCS indes weit weniger kritisch. Besonders interessant ist dabei, dass gerade jene, die bereits 50 und älter sind, zu über 80 Prozent nicht davor zurückscheuen, auch als „Ü60“ noch zu arbeiten. Nur knapp 14 Prozent von ihnen fühlen sich dazu nicht in der Lage; während 6 Prozent darauf schlichtweg keine Lust haben. Bei den Unter-30-Jährigen können sich hingegen immerhin 41 Prozent nicht damit anfreunden, auch mit 60+ noch das Gleiche zu tun – vermutlich auch, weil der Traumjob noch auf sich warten lässt.

Doch so oder so tun Unternehmen gut daran, in eine „demografiefeste“ Personalpolitik zu investieren, um ältere Beschäftigte zu unterstützen. Zahlen des Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) aus diesem Jahr belegen denn auch genau das: In deutschen Unternehmen gibt es immer häufiger altersspezifische Maßnahmen. Beispielsweise werden immer häufiger auch Ältere in Weiterbildungsprogramme einbezogen. Gut vorbereitet sind vor allem Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten: Bereits 92 Prozent dieser Betriebe, die ältere Mitarbeiter beschäftigen, bieten entsprechende Maßnahmen an.

Ansprechpartner

Be careful with benchmarking in pension policy
IW-Nachricht, 17. März 2017

Pension Systems Be careful with benchmarking in pension policyArrow

The Eurogroup will look into the possibility of introducing benchmarking in pension policy. Most European pension systems face a similar demographic challenge. Yet, they differ in many aspects. If this is not taken into account, a benchmarking process is likely to fail its purpose. mehr

14. März 2017

Sozialpolitik Agenda 2010 – die Reformen in der gesetzlichen RentenversicherungArrow

Die Agenda 2010 verbinden heute viele Menschen hauptsächlich mit „Hartz IV“. Dabei hat die rot-grüne Bundesregierung unter Gerhard Schröder ab dem Jahr 2003 nicht nur auf dem Arbeitsmarkt Reformen angestoßen. Auch in der Rentenversicherung gab es zahlreiche Neuerungen, von denen das IW Köln die wichtigsten auflistet und bewertet hat. mehr auf iwd.de

IW policy paper, 14. März 2017

Jochen Pimpertz Kosten der schwarz-roten Rentenpolitik – eine HeuristikArrow

Die Bundestagswahl 2017 wirft ihre Schatten voraus. Das kommt auch in den unterschiedlichen Argumenten zur gesetzlichen Rentenversicherung zum Ausdruck, die die Vertreter der verschiedenen Parteien und Interessengruppen derzeit in den Medien vortragen. Jochen Pimpertz hat drei aktuelle Fragen zur schwarz-roten Rentenpolitik aufgegriffen. mehr