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Um 0,1 Prozentpunkte ließe sich der Beitragssatz schon im kommenden Jahr reduzieren; 2013 könnte er noch einmal um 0,3 Punkte auf 19,5 Prozent sinken, danach sogar noch tiefer. Doch stattdessen wollen einige lieber das Füllhorn zugunsten der künftigen Ruheständler ausschütten. Sie plädieren aus Angst vor drohender Altersarmut für ein Aufschieben oder gar Aussetzen der Rente mit 67.

Das ist aber gleich aus mehreren Gründen der falsche Ansatz:

  • Vergünstigungen kosten die Rentenkasse viel Geld – und das auf Dauer. So summieren sich z.B. die Kosten für ausgelassene Rentenminderungen auf aktuell 7,8 Milliarden Euro.
  • Außerdem kann man bereits aus demografischen Gründen nicht auf ein höheres Renteneintrittsalter verzichten. Wird der Einstieg in die Rente mit 67 jetzt hinausgezögert, müssen zukünftig noch weniger Beitragszahler für noch mehr Rentner aufkommen.
  • Im Übrigen führt eine längere Lebensarbeitszeit nicht etwa zu Altersarmut – sie ist ein probates Mittel dagegen. Denn wer länger in die Rentenkasse einzahlt, bekommt am Ende auch jeden Monat mehr heraus.
SPD-Rentenkonzept
IW-Nachricht, 7. Juni 2017

Jochen Pimpertz SPD-Rentenkonzept: Versprechen zulasten der JungenArrow

Mit einem stabilen Rentenniveau und einer Solidarrente will die SPD die Zustimmung zur Gesetzlichen Rentenversicherung sichern. Kanzlerkandidat Martin Schulz will das mit einem höheren Steuerzuschuss und durch die steigende Produktivität in der digitalen Arbeitswelt finanzieren. Doch am Ende müssen wohl vor allem die jüngeren Erwerbstätigen die Zeche zahlen. mehr

Vom höheren Rentenniveau profitieren vor allem die Reichen
Gastbeitrag, 2. Juni 2017

Jochen Pimpertz auf Focus Online „Vom höheren Rentenniveau profitieren vor allem die Reichen”Arrow

Die Politik hat den Wählern einige Vorschläge gemacht, wie das Rentenniveau über das Jahr 2030 hinaus gehalten werden soll. Doch dabei werden die Folgen oft völlig vergessen. Denn gut gemeint heißt nicht gut gemacht. Ein Gastbeitrag von IW-Ökonom Jochen Pimpertz auf Focus Online. mehr