Rente mit 67 Image
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Ruheständler beziehen heute im Schnitt 18,5 Jahre ihre gesetzliche Rente – gut sieben Jahre länger als noch 1970. Nicht zuletzt deshalb verdoppelte sich der Rentenbestand allein in Westdeutschland binnen vier Dekaden von 9,9 auf 20 Millionen. Hinzu kommen weiter 5 Millionen gesetzliche Renten, die in den neuen Bundesländern ausgezahlt werden.

Um der „Rentenflut“ Herr zu werden, kann entweder das individuelle Versorgungsniveau zusätzlich abgesenkt werden – was keiner möchte. Oder aber die Versicherten zahlen länger Beiträge an die Rentenkasse und gehen später in Rente. Dabei führen zusätzliche Beitragszahlungen auch zu höheren Rentenanwartschaften – ein positiver Nebeneffekt im Kampf gegen drohende Altersarmut.

Nicht zuletzt wird in der politischen Diskussion oft falsch argumentiert: Um die Rente mit 67 durchsetzen zu können, brauche man eine bestimmte, höhere Erwerbsquote der Älteren, fordert etwa die SPD. Doch gerade das macht wenig Sinn: Denn wenn die Quote hoch ist – und sie ist in den vergangenen Jahren bereits gestiegen –, ist der Druck, das Renteneintrittsalter anzuheben, geringer, weil mit steigender Erwerbstätigkeit auch zusätzliche Beiträge in die Rentenkasse fließen.

Gutachten
Gutachten, 4. April 2017

Michael Grömling Die demografisch bedingte Innovationslücke in DeutschlandArrow

Die Bevölkerungaltert, der Anteil der Erwerbspersonen an der Gesamtbevölkerung nimmt mit dem Beginn der 2020er Jahre deutlich ab. Bei einer rückläufigen Erwerbsquote muss die Wirtschaftsleistung der Erwerbstätigen entsprechend stark ansteigen, um zumindest das Pro-Kopf-Einkommen der Bevölkerung zu stabilisieren. mehr

Be careful with benchmarking in pension policy
IW-Nachricht, 17. März 2017

Pension Systems Be careful with benchmarking in pension policyArrow

The Eurogroup will look into the possibility of introducing benchmarking in pension policy. Most European pension systems face a similar demographic challenge. Yet, they differ in many aspects. If this is not taken into account, a benchmarking process is likely to fail its purpose. mehr

14. März 2017

Sozialpolitik Agenda 2010 – die Reformen in der gesetzlichen RentenversicherungArrow

Die Agenda 2010 verbinden heute viele Menschen hauptsächlich mit „Hartz IV“. Dabei hat die rot-grüne Bundesregierung unter Gerhard Schröder ab dem Jahr 2003 nicht nur auf dem Arbeitsmarkt Reformen angestoßen. Auch in der Rentenversicherung gab es zahlreiche Neuerungen, von denen das IW Köln die wichtigsten auflistet und bewertet hat. mehr auf iwd.de