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Oskar Lafontaine, Quelle: Flickr

Würden alle deutschen Einkommensmillionäre tatsächlich drei Viertel ihres Einkommens, das eine Million übersteigt, an den Staat abgeben, stiege das Steueraufkommen nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln um gut 5 Milliarden Euro. Die Staatskasse füllt sich jedoch nur dann mit diesem Betrag, wenn alle Millionäre auch weiterhin ihr Einkommen in Deutschland versteuern. Das ist allerdings unwahrscheinlich. Wer kann, geht ins Ausland. Wandert auch nur ein Viertel der Millionäre aus, sinkt das Einkommensteueraufkommen sogar. Schließlich leisten die Einkommensstärksten schon jetzt den größten Beitrag zur Finanzierung des Staates.

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Gutachten
Gutachten, 17. Juli 2017

Tobias Hentze Szenarien für ein Ende des SolidaritätszuschlagsArrow

Der im Jahr 1991 erstmals eingeführte Solidaritätszuschlag sollte kurzfristige Mehrausgaben für den Golfkrieg und den Aufbau Ost finanzieren. Mehr als 26 Jahre später besteht der Solidaritätszuschlag allerdings immer noch. Mit Ablauf des Jahres 2019 entfällt für die Politik jedoch das letzte Argument, sich an die Einnahmen aus dem Solidaritätszuschlag zu klammern. mehr

14. Juli 2017

Tobias Hentze Steuerloch mit AnsageArrow

Wenn ab Mitte der 2020er Jahre die Babyboomer in den Ruhestand gehen, schlägt sich das auch in sinkenden Einnahmen aus der Einkommenssteuer nieder. Weil gleichzeitig die staatlichen Ausgaben steigen, muss die Politik zügig handeln. mehr auf iwd.de

Gastbeitrag, 10. Juli 2017

Tobias Hentze auf n-tv.de Schwarze Null – sonst nichtsArrow

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble kann mit der ablaufenden Legislaturperiode zufrieden sein, die schwarze Null ist zweifelsfrei ein Erfolg - auch wenn ihm dabei das Glück zur Seite stand. Davon abgesehen war die Finanz- und Steuerpolitik der Großen Koalition ziemlich uninspiriert. Ein Gastkommentar von Tobias Hentze, Senior Economist beim Institut der deutschen Wirtschaft Köln. mehr