Qualität der Ausbildung Image
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Der Report zeigt, dass die Mehrheit der Azubis mit der Qualität der Ausbildung zufrieden ist. Weit oben im Ranking der Jugendlichen landen wieder Industrieberufe wie Industriemechaniker oder Mechatroniker, aber auch Bank- und Industriekaufleute. Diese Berufe sind häufig mit hohen Ausbildungskosten für die Unternehmen verbunden. Sie lagen beispielsweise für einen Industriemechaniker schon im Jahr 2009 bei rund 18.500 Euro. Knapp die Hälfte der Kosten machte hier die Ausbildungsvergütung aus – neben zusätzlichen Kosten etwa für Ausbilder, Lehrmaterial und Sozialleistungen.

Abgeschlagen in der Gunst der Jugendlichen sind Berufe aus dem Hotel- und Gaststättengewerbe. Häufig hatten in diesen Branchen Unternehmen in den vergangenen Jahren Probleme bei der Besetzung der Ausbildungsstellen. Dies zeigt, dass nur Unternehmen, die aus Sicht der Jugend attraktiv sind, ihren Fachkräftebedarf nachhaltig sichern können.

Allerdings ist die Befragung des DBG zur Qualität der Ausbildung nicht repräsentativ. Denn befragt wurden nur Jugendliche, die an Bildungsmaßnahmen im Rahmen von Berufsschultouren der DGB-Jugend teilgenommen haben. Zudem hat der DGB nur Azubis der 25 größten Ausbildungsberufe befragt. Viele Berufe – etwa aus der Bauindustrie, in der zum Beispiel Beton- und Stahlbetonbauer-Azubis monatlich 968 Euro verdienen und damit weit über dem Durchschnitt liegen – sind im Report nicht vertreten.

Ansprechpartner

Ausbildungsplätze
IW-Nachricht, 2. November 2017

Regina Flake Ausbildungsplätze: Chancen nutzenArrow

Rein rechnerisch ist der Ausbildungsmarkt laut Bundesagentur für Arbeit (BA) sehr ausgeglichen: 549.800 Berufsausbildungsstellen standen 547.800 Bewerber gegenüber. Dennoch bleiben viele Stellen unbesetzt, gleichzeitig finden junge Menschen keinen Ausbildungsplatz. Schulen und Unternehmen müssen handeln. mehr

Gutachten, 26. Oktober 2017

Regina Flake / Lydia Malin / Paula Risius Ausbildung oder Studium? Arrow

Unternehmen können immer mehr Ausbildungsstellen nicht besetzen. Dies birgt die Gefahr, dass gerade kleine und mittlere Unternehmen mittelfristig ihre Ausbildungsaktivitäten zurückfahren, was gravierende Auswirkungen auf die Fachkräftesituation auf dem Arbeitsmarkt hätte. mehr

IW-Trends, 26. Oktober 2017

Regina Flake / Lydia Malin / Paula Risius Bildungsentscheidung von Abiturienten für Ausbildung oder StudiumArrow

Der Anteil der Abiturienten unter den Schulabgängern steigt seit vielen Jahren an. Inzwischen erwirbt mehr als die Hälfte eines Jahrgangs die Hochschulzugangsberechtigung und die Anzahl der Studienanfänger hat sich in den letzten 15 Jahren verdoppelt. Gleichzeitig brechen 29 Prozent ihr Studium vorzeitig ab. Das zeigt, dass die Entscheidung für ein Studium nicht für alle Studienanfänger optimal ist. mehr