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Eine aktuelle Untersuchung der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung räumt zwar ein, dass Schulen in freier Trägerschaft den staatlichen Einrichtungen in nichts nachstehen – auf einigen Gebieten sind sie sogar besser. Gleichzeitig gesteht man den Privatschulen aber keine adäquate staatliche Finanzierung zu. Sie werden von den Ländern vielfach finanziell knapp gehalten. Darüber findet sich in der Studie indes kein Wort. Es fehlt z.B. eine systematische Gegenüberstellung der gezahlten staatlichen Finanzhilfen pro Schüler an einer freien Schule und den entsprechenden Ausgaben für eine staatliche Schule. Auf diese Weise wird ausgeblendet, dass in vielen Bundesländern Privatschulen nur die Hälfte der Zuschüsse bekommen wie staatliche Schulen. Um diese Finanzlücke zu kompensieren, erheben die freien Schulen Schulgeld.

Genau hier setzt nun die Argumentation der Studie wieder ein. Sie wirft den Schulen in freier Trägerschaft vor, die „soziale Segregation“ zu fördern. Sie sei damit eine Einrichtung ausschließlich für die bürgerliche Mitte. Indem der Staat die Schulen nicht ausreichend finanziert, sorgt er aber letztlich dafür, dass Schuldgeld erhoben werden muss. Das Problem könnte mithin schnell beseitigt werden, wenn die freien Schulen von den Ländern finanziell genauso gut ausgestattet würden wie die staatlichen Einrichtungen. Damit würde auch der Beitrag anerkannt, den private Bildungsanbieter für den Wettbewerb im Schulsystem leisten.

Bildung
IW-Pressemitteilung, 6. März 2017

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Viele junge Menschen in Deutschland haben ein höheres Bildungsniveau als ihre Eltern. Das zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Fast ein Drittel erreicht einen höheren Abschluss als der Vater, im Vergleich zur Mutter sind es etwa 40 Prozent. Die durchschnittliche Qualifikation der in Deutschland lebenden Menschen wird sich in den kommenden Jahren aber wohl kaum verbessern. mehr

IW-Trends, 6. März 2017

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Ein hohes Bildungsniveau ist die beste Voraussetzung für ein hohes Einkommen. Die aktuellen Entwicklungen im Bildungssystem weisen darauf hin, dass immer mehr junge Menschen einen Hochschulabschluss erwerben. Allerdings wirkt sich das aktuelle Wanderungsgeschehen auf die Qualifikationsstruktur der Bevölkerung aus. mehr

Handlungsbedarf in MINT-Fächern
Gastbeitrag, 13. Dezember 2016

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Im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) sind gegenwärtig deutlich mehr Stellen zu besetzen als Personen arbeitslos gemeldet sind. Vor diesem Hintergrund sind die Ergebnisse der aktuellen Pisa-Erhebung keine gute Nachricht, schreibt IW-Bildungsökonomin Christina Anger in der Fuldaer Zeitung. mehr