Prekäre Beschäftigung Image
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Denn zum einen handelt es sich zum Beispiel bei der Zeitarbeit überwiegend um unbefristete, sozialversicherungspflichtige Vollzeitjobs. Nur weil Mitarbeiter in der Zeitarbeitsbranche arbeiten, sind sie noch lange nicht prekär beschäftigt. Manche Zeitarbeiter bekommen im Übrigen inzwischen den gleichen Lohn wie Stammarbeiter – dafür sorgt das Equal-Pay-Prinzip, das die Gewerkschaften selbst eingefordert haben.

Zweitens vergisst die IG Metall, dass in den vergangenen Jahren die Beschäftigung stark angestiegen ist. Diese zusätzlichen Jobs waren zwar oftmals flexible Erwerbsformen wie Teilzeit oder Minijobs. Die absolute Zahl der Stammkräfte hat sich dadurch aber nicht verringert. Die neuen Teilzeitstellen gingen also nicht auf Kosten der regulären Beschäftigung, sondern sie kamen on top: Dadurch ist nicht zuletzt die Zahl der Arbeitslosen gesunken. Überdies haben sich Menschen, die bislang dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung standen, überlegt, doch berufstätig zu werden. Was ist daran schlecht?

Nebenjob
IW-Nachricht, 13. Oktober 2017

Holger Schäfer Nebenerwerbstätigkeit: Kein Indiz für ArmutArrow

3,2 Millionen Menschen in Deutschland gehen zusätzlich zu ihrem Hauptjob einer Nebenbeschäftigung nach – rund eine Million mehr als vor zehn Jahren. Das geht aus einer Antwort der Bundesagentur für Arbeit auf eine Anfrage der Linken hervor. Ein Grund zur Aufregung ist das aber nicht: Nebenjobber sind sogar oft sozial besser gestellt als andere Beschäftigte. mehr

Digitaler Wandel: Keine Ausweitung flexibler Beschäftigungsformen
IW-Kurzbericht, 7. September 2017

Oliver Stettes Digitaler Wandel: Keine Ausweitung flexibler Beschäftigungsformen Arrow

Ein spürbarer Wachstumsimpuls der Digitalisierung auf die Verbreitung flexibler Beschäftigungsformen ist nicht zu erwarten. Arbeiten in einem Umfeld 4.0 ist sowohl in Deutschland als auch in der Europäischen Union insgesamt unabhängig davon, ob der eigene Arbeitsvertrag befristet ist oder mit einem Zeitarbeitsunternehmen geschlossen wurde. mehr