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Vor der Wirtschaftskrise im Jahr 2007 lag der öffentliche Schuldenstand Portugals bei 63 Prozent der Wirtschaftsleistung – Griechenland kam auf 105 Prozent. Zudem hatte Lissabon sein staatliches Budgetdefizit von knapp 6 Prozent im Jahr 2005 auf unter 3 Prozent im Jahr 2007 gesenkt.

Zum Verhängnis geworden ist Portugal seine chronische Wachstumsschwäche. Die Gründe: Zu hohe Löhne, zu geringe Wettbewerbsfähigkeit und zu viel Konkurrenz aus Asien und Osteuropa. Somit hat besonders die globale Wirtschaftskrise das Land zurückgeworfen. Das öffentliche Defizit lag 2010 bei 8,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und war damit höher als die Regierung kalkuliert hatte. In den ersten Monaten dieses Jahres bewegte sich Portugal allerdings bereits wieder im Plan. Zudem hatte die Minderheitsregierung umfangreiche Sparpläne vorgelegt – doch dann scheiterten diese im Parlament, der Premier trat zurück.

Die Flucht unter den EU-Rettungsschirm birgt neue Hoffnung: Denn nun werden der Internationale Währungsfonds und die EU Portugal die Reformen vorschreiben, die das Land schon längst hätte umsetzen sollen, die bislang aber nicht durchsetzbar waren.

20. November 2017

Interview mit Michael Sket „Wir können uns in der Eurozone noch nicht zurücklehnen“Arrow

Als es galt, die europäischen Krisenstaaten vor der Pleite und die Währungsunion vor dem Zerfall zu bewahren, stabilisierte Michael Sket, inzwischen Wirtschaftsanalyst für Italien, Malta und Polen bei der EU-Kommission, zusammen mit seinen Kolleginnen und Kollegen den Staatenverbund mit dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM). Im iwd-Interview spricht Sket über Griechenland, das Verhältnis der Deutschen zu den Italienern und die Rolle des Internationalen Währungsfonds. mehr auf iwd.de

17. November 2017

Jürgen Matthes Europa zwischen Komfortzone und KrisenherdArrow

Das Erstarken populistischer Parteien, Terrorangriffe und nicht zuletzt das Brexit-Votum haben die Europäische Union gehörig durcheinandergeschüttelt. Doch es gibt auch Lichtblicke: Die Begeisterung für den europäischen Staatenverbund war schon lange nicht mehr so groß wie heute. Gleichwohl gibt es in vielen Punkten Verbesserungsbedarf. Dieser Beitrag bildet den Auftakt einer Serie zur Zukunft der EU auf iwd.de. mehr auf iwd.de

Brexit-Verhandlungen: „Jeder Deal wäre besser als kein Deal”
Interview, 13. November 2017

Michael Hüther im Deutschlandfunk Brexit-Verhandlungen: „Jeder Deal wäre besser als kein Deal”Arrow

Mit dem bisherigen Gesprächstempo werde es eng für einen kontrollierten Brexit, sagte der Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln, Michael Hüther, im Interview mit dem Deutschlandfunk. Die Briten hätten mit ihrer bisherigen „Strategielosigkeit” die Chance vertan, die Trennung konstruktiv zu gestalten. mehr