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Vor der Wirtschaftskrise im Jahr 2007 lag der öffentliche Schuldenstand Portugals bei 63 Prozent der Wirtschaftsleistung – Griechenland kam auf 105 Prozent. Zudem hatte Lissabon sein staatliches Budgetdefizit von knapp 6 Prozent im Jahr 2005 auf unter 3 Prozent im Jahr 2007 gesenkt.

Zum Verhängnis geworden ist Portugal seine chronische Wachstumsschwäche. Die Gründe: Zu hohe Löhne, zu geringe Wettbewerbsfähigkeit und zu viel Konkurrenz aus Asien und Osteuropa. Somit hat besonders die globale Wirtschaftskrise das Land zurückgeworfen. Das öffentliche Defizit lag 2010 bei 8,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und war damit höher als die Regierung kalkuliert hatte. In den ersten Monaten dieses Jahres bewegte sich Portugal allerdings bereits wieder im Plan. Zudem hatte die Minderheitsregierung umfangreiche Sparpläne vorgelegt – doch dann scheiterten diese im Parlament, der Premier trat zurück.

Die Flucht unter den EU-Rettungsschirm birgt neue Hoffnung: Denn nun werden der Internationale Währungsfonds und die EU Portugal die Reformen vorschreiben, die das Land schon längst hätte umsetzen sollen, die bislang aber nicht durchsetzbar waren.

Free Trade between Europe and Japan – hope for global prosperity
Gastbeitrag, 20. Juni 2017

Hubertus Bardt on KKC International Platform Free Trade between Europe and Japan – hope for global prosperityArrow

In an environment with growing protectionism and the danger of economic disintegration and shocks for the global trade policy system, a free trade agreement between Japan and Europe could set a positive example. Progress in the negotiations are necessary to foster growth and prosperity and to send a message to other countries, that modern market economies rely on good trade relations. mehr

20. Juni 2017

Interview mit Tobias Paulun „Mit einem liquiden Markt sollte man nicht spielen“Arrow

Damit die EU eines Tages eine Energieunion mit grenzüberschreitendem Handel und einer gemeinsamen Energiepolitik wird, hat die EU-Kommission in ihrem neuen „Strommarktdesign“ unter anderem vorgeschlagen, die Preiszonen im Strommarkt neu zu definieren. Was die European Energy Exchange (EEX) davon hält, erläutert Tobias Paulun, Mitglied des EEX-Vorstands, im iwd. Zunächst aber erklärt er, was die Energiebörse in Leipzig überhaupt macht. mehr auf iwd.de

Brexit
IW-Nachricht, 19. Juni 2017

Jürgen Matthes Brexit: Missverständnisse vermeidenArrow

Fast ein Jahr nach dem Referendum beginnen heute die Brexit-Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU. Die Lage scheint vertrackt, doch in der öffentlichen Debatte wird die bisherige Position der britischen Regierung häufig missverstanden – und damit auch die Chancen für konstruktive Verhandlungen übersehen. mehr