PISA-Studie Image
Quelle: Fotolia

Besonders erfreulich ist, dass vor allem die schwächeren Schüler zuletzt aufgeholt haben. Der Anteil der Jugendlichen mit erheblichen Lernschwächen hat deutlich abgenommen. Herkunft und Migrationshintergrund bleiben zwar weiterhin zwei Faktoren, die wesentlich den Bildungserfolg der Jugendlichen bestimmen. Aber auch hier gilt: Der Einfluss des Elternhauses auf den Schulerfolg ist etwas schwächer geworden.

Die PISA-Studie 2009 belegt: Die Reformen, die das hiesige Schulwesen nach der ersten PISA-Erhebung im Jahr 2000 aus dem Dornröschenschlaf geweckt haben, beginnen zu wirken. Ganztagsbetreuung und Bildungsstandards, Lernstands-Erhebungen, Vergleichsarbeiten und zentrale Abschlussprüfungen, interne und externe Evaluationen – all dies hat den Eifer der Verantwortlichen in den Schulen beflügelt, ihren originären Bildungsauftrag zu erfüllen: Jugendliche zur Ausbildungs- und Studierreife zu führen. Dies zeigt, wie wichtig Transparenz und Vergleiche sind, um bildungspolitische Fortschritte zu erzielen. PISA 2009 sollte daher Ansporn sein, jene Baustellen in der Schullandschaft anzugehen, die bisher unangetastet blieben: Dringend nötig sind beispielsweise eine verbesserte Lehrerausbildung und -fortbildung sowie ein leistungs- und zielorientiertes Vergütungsmodell für Rektoren und Lehrer.

Themen

18. August 2017

Interview mit Ulrich Commerçon „Bildung muss beitragsfrei sein“Arrow

Kein anderes Bundesland konnte sich im IW-Bildungsmonitor 2017 so stark verbessern wie das Saarland. Der iwd hat den saarländischen Minister für Bildung und Kultur, Ulrich Commerçon (SPD), nach den Gründen gefragt. mehr auf iwd.de

17. August 2017

Axel Plünnecke Bildungsmonitor: Sachsen siegt, das Saarland holt aufArrow

Die besten Ergebnisse im IW-Bildungsmonitor 2017 erzielen wie bereits in den Vorjahren Sachsen, Thüringen und Bayern. Insgesamt zeigen sich allerdings gegenüber dem Jahr 2013, als Methodik und Indikatorenauswahl zuletzt aktualisiert wurden, nur noch leichte Verbesserungen innerhalb der Bildungssysteme. Der Bildungsmonitor wird seit 14 Jahren vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft erstellt. mehr auf iwd.de

Handlungsbedarf in MINT-Fächern
Gastbeitrag, 13. Dezember 2016

Christina Anger in der Fuldaer Zeitung Handlungsbedarf in MINT-FächernArrow

Im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) sind gegenwärtig deutlich mehr Stellen zu besetzen als Personen arbeitslos gemeldet sind. Vor diesem Hintergrund sind die Ergebnisse der aktuellen Pisa-Erhebung keine gute Nachricht, schreibt IW-Bildungsökonomin Christina Anger in der Fuldaer Zeitung. mehr