Pendlerpauschale Image
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Das heutige Urteil vereinheitlicht überdies die bisherige gegensätzliche Rechtsprechung der Finanzgerichte. Das Finanzgericht Niedersachsen und das Finanzgericht Saarland haben in ihren Urteilen die Neuregelung als verfassungswidrig, die Finanzgerichte Baden-Württemberg und Köln hingegen als zulässig erklärt. Für die Berufstätigen geht es um die Frage, ob ihre Arbeit erst am Werkstor beginnt oder der Arbeitsweg auch schon dazu gehört. Für den Finanzminister geht es um 2,5 Milliarden Euro. Kippt auch das Bundesverfassungsgericht die Neuregelung, steht zwar nicht grundsätzlich die Haushaltskonsolidierung auf dem Spiel.

Zusammen mit anderen sich abzeichnenden Haushaltsbelastungen – Stichwort Gehaltsrunde im öffentlichen Dienst - könnte es aber für die Haushaltskonsolidierung eng werden. Daher scheint es unwahrscheinlich, dass die alte Regelung, die einen Abzug von 30 Cent ab dem ersten Kilometer vorsah, wieder rechtskräftig wird, falls das Verfassungsgericht das neue Recht endgültig verwirft. Möglich wäre z.B. eine niedrigere Pauschale von z.B. 20 Cent pro Kilometer. Dies wäre aber für alle Fernpendler, die täglich mehr als 60 Kilometer zur Arbeit fahren, eine teuere Lösung.

Steuerquote - Bund und Länder liegen gleichauf
IW-Kurzbericht, 22. Mai 2017

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Der Staat beansprucht einen stetig wachsenden Anteil der Wirtschaftskraft für sich. Während der Anteil der Steuereinnahmen am Bruttoinlandsprodukt nach der Kassenstatistik im Jahr 2016 bei 22,5 Prozent lag, waren es 2004 noch 3 Prozentpunkte weniger. Dabei steigt vor allem die Steuerquote der Bundesländer. mehr

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Eine gute Nachricht: Die Grundidee des deutschen Steuersystems funktioniert – wer viel verdient, zahlt auch entsprechend mehr Steuern. Eine schlechte Nachricht: Den sogenannten Spitzensteuersatz zahlen auch Menschen, die zwar gut verdienen, aber alles andere als Spitzenverdiener sind. Ein kinderloser Single zum Beispiel muss bereits ab einem Jahresbruttoeinkommen von etwa 65.000 Euro den Einkommenssteuerhöchstsatz von 42 Prozent berappen. mehr auf iwd.de

Steuerschätzung – Die Steuerquote steigt und steigt
IW-Nachricht, 11. Mai 2017

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Mit jeder neuen Steuerschätzung verkündet der Bundesfinanzminister neue Rekordprognosen. Neben der gut laufenden Wirtschaft ist die gestiegene Steuerbelastung der Bürger und Unternehmen dafür verantwortlich. Der Anteil der Steuereinnahmen am Bruttoinlandsprodukt, die sogenannte Steuerquote, liegt inzwischen bei 22,7 Prozent. Die Zeit ist reif für eine durchgreifende Entlastung. mehr