OECD-Studie Image
Quelle: Fotolia

Dem neuen OECD „Migrationsausblick“ zufolge ist die dauerhafte Zuwanderung nach Deutschland zwischen 2007 und 2011 von 232.800 auf 290.800 Personen gestiegen. Ein Trend, der sich weiter fortsetzen dürfte: Im Jahr 2012 kamen laut Statistischem Bundesamt 369.944 Personen mehr nach Deutschland, als das Land verließen.

Nun wird allerdings von einigen Interessensgruppen und Medien behauptet, Deutschland gelänge es nicht, ausländische Fachkräfte im Land zu halten. Gestützt wird diese These auf die Beobachtung der OECD, dass nur jeder zweite Grieche und jeder dritte Spanier länger als ein Jahr in Deutschland bleibt.

Allerdings ist diese Schlussfolgerung so nicht richtig. Denn ein großer Teil der Zuwanderung ist von vorneherein nicht auf Dauer auslegt – so fallen etwa Auslandssemester und Auslandspraktika, aber auch internationale Personalaustauschprogramme statistisch ins Gewicht. Und die vorübergehende Zuwanderung wird immer dann attraktiver, wenn ein Land auch mehr dauerhafte Zuwanderer anzieht. Bleibt eine große Zahl von Zuwanderern weniger als ein Jahr in Deutschland, kann man also keineswegs daraus schließen, dass es Probleme mit der Zuwanderung insgesamt gibt.

Ansprechpartner

Themen

Beschäftigung und Qualifizierung von Flüchtlingen
IW-Trends, 17. März 2017

Regina Flake / Svenja Jambo / Sarah Pierenkemper / Paula Risius / Dirk Werner Beschäftigung und Qualifizierung von Flüchtlingen in UnternehmenArrow

Inzwischen hat fast jedes sechste Unternehmen Erfahrung mit der Integration von Geflüchteten gemacht. Mehr Informationen über Informations- und Unterstützungsangebote und ihren Nutzwert könnten auch Unternehmen ohne Erfahrung dazu motivieren, zukünftig Flüchtlinge zu beschäftigen. mehr

Bildung
IW-Pressemitteilung, 6. März 2017

Bildung Junge Menschen überholen ihre ElternArrow

Viele junge Menschen in Deutschland haben ein höheres Bildungsniveau als ihre Eltern. Das zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Fast ein Drittel erreicht einen höheren Abschluss als der Vater, im Vergleich zur Mutter sind es etwa 40 Prozent. Die durchschnittliche Qualifikation der in Deutschland lebenden Menschen wird sich in den kommenden Jahren aber wohl kaum verbessern. mehr

IW-Trends, 6. März 2017

Christina Anger / Wido Geis Bildungsstand, Bildungsmobilität und EinkommenArrow

Ein hohes Bildungsniveau ist die beste Voraussetzung für ein hohes Einkommen. Die aktuellen Entwicklungen im Bildungssystem weisen darauf hin, dass immer mehr junge Menschen einen Hochschulabschluss erwerben. Allerdings wirkt sich das aktuelle Wanderungsgeschehen auf die Qualifikationsstruktur der Bevölkerung aus. mehr