Falsche Weichenstellung für den Arbeitsmarkt Image

Schon mit der Entscheidung darüber, wer auf dem Arbeitsmarkt auf absehbare Zeit ohne Chance bleibt, ist die Arbeitsverwaltung überfordert. Zu vielfältig und veränderlich sind die Faktoren, die die Einstellungschancen beeinflussen. Es wäre gefährlich, Arbeitslose vorschnell abzuschreiben: Wer in einem öffentlich geförderten Job arbeiten kann, der kann in der Regel eine vergleichbare Tätigkeit auch auf dem ersten Arbeitsmarkt ausüben.

Die Strategie, das Arbeitslosenproblem dadurch zu lösen, dass man gleichsam die Arbeitslosen in den Staatsdienst übernimmt, kommt außerdem enorm teuer – wobei die Landesregierung die Rechnung gerne an den Bund weiterreichen möchte. Das Geld muss aber in jedem Fall vom Steuerzahler aufgebracht werden. Damit verbreitert sich der Abgabenkeil zwischen Brutto- und Nettoeinkommen. Die Gewerkschaften fordern in der Folge höhere Löhne. Ein höheres Lohnniveau zieht wiederum steigende Arbeitslosenzahlen nach sich. So schafft sich der Sektor der öffentlichen Beschäftigung seinen Nachschub selbst.

Es gibt keine Krise bei Facharbeitern
IW-Nachricht, 14. Juni 2017

Holger Schäfer Arbeitsmarkt: Es gibt keine Krise bei FacharbeiternArrow

Einer neuen OECD-Studie zufolge ist der Anteil von Arbeitsplätzen mit mittlerer Qualifikation auch in Deutschland stark gesunken. Grund ist die Digitalisierung – dafür steigt die Beschäftigung der Hoch- und Niedrigqualifizierten. Allerdings gibt es für diese These zumindest hierzulande keine Belege. mehr

31. Mai 2017

Michael Grömling 50 Jahre magisches ViereckArrow

Das vor 50 Jahren erlassene Stabilitätsgesetz hat vier ökonomische Ziele in den Fokus gerückt, die von der Wirtschaftspolitik anzustreben sind. Doch wie gut ist es Deutschland seither wirklich gelungen, niedrige Arbeitslosigkeit, geringe Inflation, außenwirtschaftliches Gleichgewicht und stetiges Wirtschaftswachstum in Einklang zu bringen? Das magische Viereck im Überblick. mehr auf iwd.de

Machtverteilung nach Wahlen
IW-Report, 29. Mai 2017

Christian Rusche Machtverteilung nach Wahlen Arrow

Bei den vergangenen Landtagswahlen konnten die bisherigen Regierungen keine Mehrheit mehr erzielen. Mit der kooperativen Spieltheorie lassen sich aber schon jetzt theoretische Aussagen über die Verhandlungspositionen der Parteien und die Machtverteilung in den künftigen Regierungen treffen. mehr