Falsche Weichenstellung für den Arbeitsmarkt Image

Schon mit der Entscheidung darüber, wer auf dem Arbeitsmarkt auf absehbare Zeit ohne Chance bleibt, ist die Arbeitsverwaltung überfordert. Zu vielfältig und veränderlich sind die Faktoren, die die Einstellungschancen beeinflussen. Es wäre gefährlich, Arbeitslose vorschnell abzuschreiben: Wer in einem öffentlich geförderten Job arbeiten kann, der kann in der Regel eine vergleichbare Tätigkeit auch auf dem ersten Arbeitsmarkt ausüben.

Die Strategie, das Arbeitslosenproblem dadurch zu lösen, dass man gleichsam die Arbeitslosen in den Staatsdienst übernimmt, kommt außerdem enorm teuer – wobei die Landesregierung die Rechnung gerne an den Bund weiterreichen möchte. Das Geld muss aber in jedem Fall vom Steuerzahler aufgebracht werden. Damit verbreitert sich der Abgabenkeil zwischen Brutto- und Nettoeinkommen. Die Gewerkschaften fordern in der Folge höhere Löhne. Ein höheres Lohnniveau zieht wiederum steigende Arbeitslosenzahlen nach sich. So schafft sich der Sektor der öffentlichen Beschäftigung seinen Nachschub selbst.

Gastbeitrag, 17. August 2017

Holger Schäfer auf xing.com Kein Mensch darf abgeschrieben werdenArrow

Aktuell sieht es auf dem deutschen Arbeitsmarkt eigentlich gut aus. Doch nach wie vor sind rund eine Million Menschen langfristig Hartz-4-Empfänger, ähnlich hoch ist die Anzahl der Langzeitarbeitslosen. Auf der XING-Debattenplattform Klartext fordert IW-Ökonom Holger Schäfer Menschen nicht dauerhaft als chancenlos abzuschreiben. mehr

3. August 2017

Jürgen Matthes Arbeitsmärkte in Krisenländern lassen hoffenArrow

Mit Griechenland, Irland, Italien, Portugal, Spanien und Zypern steckten gleich sechs der 19 Euroländer jahrelang in einer tiefen Krise. Die ist zwar längst nicht ausgestanden, aber zumindest die Entwicklung auf den Arbeitsmärkten lässt hoffen – nur ein Land scheint nicht recht voranzukommen. mehr auf iwd.de