Falsche Weichenstellung für den Arbeitsmarkt Image

Schon mit der Entscheidung darüber, wer auf dem Arbeitsmarkt auf absehbare Zeit ohne Chance bleibt, ist die Arbeitsverwaltung überfordert. Zu vielfältig und veränderlich sind die Faktoren, die die Einstellungschancen beeinflussen. Es wäre gefährlich, Arbeitslose vorschnell abzuschreiben: Wer in einem öffentlich geförderten Job arbeiten kann, der kann in der Regel eine vergleichbare Tätigkeit auch auf dem ersten Arbeitsmarkt ausüben.

Die Strategie, das Arbeitslosenproblem dadurch zu lösen, dass man gleichsam die Arbeitslosen in den Staatsdienst übernimmt, kommt außerdem enorm teuer – wobei die Landesregierung die Rechnung gerne an den Bund weiterreichen möchte. Das Geld muss aber in jedem Fall vom Steuerzahler aufgebracht werden. Damit verbreitert sich der Abgabenkeil zwischen Brutto- und Nettoeinkommen. Die Gewerkschaften fordern in der Folge höhere Löhne. Ein höheres Lohnniveau zieht wiederum steigende Arbeitslosenzahlen nach sich. So schafft sich der Sektor der öffentlichen Beschäftigung seinen Nachschub selbst.

9. Oktober 2017

Agnes Millack Endspurt in NiedersachsenArrow

Deutschlands Superwahljahr befindet sich auf der Zielgeraden: Kurz nach der Bundestagswahl findet am 15. Oktober in Niedersachsen die fünfte und letzte Landtagswahl dieses Jahres statt. Mehr als sechs Millionen Niedersachsen werden dann – drei Monate früher als geplant – über die künftige Zusammensetzung des Parlaments in Hannover entscheiden. mehr auf iwd.de

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IW-Report, 4. Oktober 2017

Tobias Hentze Nachtrag zum Haushaltsplan des Landes Nordrhein-WestfalenArrow

Das Nachtragshaushaltsgesetz 2017 der Landesregierung sieht Mehrausgaben vor, die sich aus den Ankündigungen im Wahlkampf ableiten. Insofern ist es besonders wichtig, in den nächsten Jahren auch auf strenge Haushaltsdisziplin und mittelfristige Konsolidierungsstrategien zu setzen. mehr

29. September 2017

Philipp Deschermeier Demografie: Der Druck nimmt zuArrow

Bis zum Jahr 2035 wird die Bevölkerung in einigen Bundesländern deutlich schrumpfen, in anderen dagegen kräftig wachsen. Eine demografische Herausforderung betrifft jedoch die gesamte Republik: Der Anteil der Menschen im erwerbsfähigen Alter wird in allen Ländern sinken. mehr auf iwd.de