EZB im grünen Bereich Image
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Die amerikanische Notenbank (Fed) ergreift zudem immer öfter "innovative" Maßnahmen. Sie will zusätzlich zu ihren üblichen geldpolitischen Partnern auch anderen Wertpapierfirmen den Zugang zur direkten Geldversorgung gewähren. Das ist nur folgerichtig, denn das eigentliche System funktioniert mangels gegenseitigen Vertrauens unter den Finanzmarktakteuren zurzeit schlecht. Normalerweise gibt die Zentralbank an wenigen Stellen Liquidität in den Geldmarkt, der sie dann weiterverteilt. Wenn dieser Motor stottert, muss das Geld eben direkt verteilt werden. Die Fed hat ferner die Abwicklung der Investmentbank Bear Stearns erleichtert: Sie gewährte der Käuferbank JPMorgan einen Kredit, der mit Wertpapieren gesichert ist. Das war schlicht eine Finanzierungsunterstützung für JPMorgan, die außerdem mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Kosten für den Steuerzahler erzeugen wird – Aufregung ist also nicht angebracht.

In Europa sieht bis jetzt alles besser aus. Die EZB kann auf eine Zinssenkung verzichten und wird dementsprechend nicht verdächtig, die Konjunktur auf Kosten der Inflation retten zu wollen. Die Liquiditätsspritzen der europäischen Währungshüter haben auch die gesamtwirtschaftlich relevante Geldmenge nicht durcheinander gebracht. Und den ganzen Finanzmarktturbulenzen zum Trotz – noch brauchen EZB-Chef Trichet und Co. auch nicht eingreifen, schließlich ist in Europa die Versorgung der Banken mit Krediten noch im grünen Bereich.

In der Falle der niedrigen Zinsen
Gastbeitrag, 27. April 2017

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Die Europäische Zentralbank berät wieder über die Leitzinsen. Sie werden wohl auf ihrem Rekordtief bleiben. Durch diese Politik gerät das zentrale Problem im Euroraum in Vergessenheit: die extrem hohen Staatsschulden. Ein Gastkommentar auf n-tv.de von Hubertus Bardt, Geschäftsführer im Institut der deutschen Wirtschaft Köln. mehr

Inflation
IW-Nachricht, 2. März 2017

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Im Euroraum ist die Inflation zurück: Nach einer Schätzung von Eurostat lag die jährliche Teuerungsrate im Februar bei 2,0 Prozent. Dafür sind nicht nur die anziehenden Energiepreise verantwortlich, sondern auch die schon länger steigende Kerninflationsrate. Die EZB sollte deshalb geldpolitisch gegensteuern. mehr

Eine EZB-Zinserhöhung ist überfällig
Gastbeitrag, 1. Februar 2017

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Durch die sich normalisierenden Ölpreise und durch die zunehmende wirtschaftliche Erholung des Euroraums haben sich die Inflationsaussichten deutlich verstärkt, schreiben Markus Demary und Michael Hüther in der Börsen-Zeitung. Dies stellt die Angemessenheit der aktuellen Geldpolitik fundamental in Frage. mehr