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Der Zuwachs bei der Niedriglohnbeschäftigung entstand keineswegs durch einen entsprechenden Abbau bei der besser entlohnten Beschäftigung. Vielmehr ist per Saldo zusätzliche Beschäftigung entstanden. Der Anteil der Personen, die außerhalb des Arbeitsmarktes stehen, ist gesunken – die Integration hat sich verbessert.

Diese Erfolge, die auch zum Abbau der Arbeitslosigkeit in Deutschland in den vergangenen Jahren beigetragen haben, werden durch einen Mindestlohn gefährdet. Nach Berechnungen des Instituts für Arbeit und Qualifikation (IAQ) betrug der Durchschnittsstundenlohn im Niedriglohnsektor knapp 6,70 Euro im Westen bzw. 6,50 Euro im Osten. Würden alle Beschäftigten den Gewerkschaftsmindestlohn von 8,50 Euro erhalten, entspräche das einer durchschnittlochen Bruttolohnerhöhung von 27 bis 30 Prozent – auf einen Schlag. Es ist kaum vorstellbar, dass solch eine Erhöhung ohne Beschäftigungsverluste ablaufen könnte.

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Nebenjob
IW-Nachricht, 13. Oktober 2017

Holger Schäfer Nebenerwerbstätigkeit: Kein Indiz für ArmutArrow

3,2 Millionen Menschen in Deutschland gehen zusätzlich zu ihrem Hauptjob einer Nebenbeschäftigung nach – rund eine Million mehr als vor zehn Jahren. Das geht aus einer Antwort der Bundesagentur für Arbeit auf eine Anfrage der Linken hervor. Ein Grund zur Aufregung ist das aber nicht: Nebenjobber sind sogar oft sozial besser gestellt als andere Beschäftigte. mehr

Digitaler Wandel: Keine Ausweitung flexibler Beschäftigungsformen
IW-Kurzbericht, 7. September 2017

Oliver Stettes Digitaler Wandel: Keine Ausweitung flexibler Beschäftigungsformen Arrow

Ein spürbarer Wachstumsimpuls der Digitalisierung auf die Verbreitung flexibler Beschäftigungsformen ist nicht zu erwarten. Arbeiten in einem Umfeld 4.0 ist sowohl in Deutschland als auch in der Europäischen Union insgesamt unabhängig davon, ob der eigene Arbeitsvertrag befristet ist oder mit einem Zeitarbeitsunternehmen geschlossen wurde. mehr