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Die bisherigen Partner des Ausbildungspakts – Bundesregierung und Wirtschaftsverbände – und die Bundesagentur für Arbeit haben eine positive Bilanz der bisherigen Arbeit gezogen. Künftig sind nun noch mehr Vertreter mit im Boot: So wollen die Bundesländer über die Kultusministerkonferenz den Ausbau der Berufsorientierung an den Schulen vorantreiben und die Migrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer, wird den Fokus verstärkt auf Jugendliche mit Migrationshintergrund lenken.

Insbesondere Altbewerber, Migranten, lernbeeinträchtigte sowie behinderte Jugendliche sollen künftig stärker in die Ausbildung integriert werden. Die Chancen dafür stehen aus Sicht der Unternehmen recht gut. Denn bereits in diesem Jahr hatten deutlich mehr als die Hälfte der ausbildungsaktiven Unternehmen Probleme bei der Rekrutierung von Auszubildenden, wie der IW-Qualifizierungsmonitor zeigt. Grund dafür ist: Seit 2007 ist die Zahl der Bewerber um gut ein Viertel gesunken. Für das kommende Jahr planen zudem gut 21 Prozent der Unternehmen, ihr Ausbildungsangebot im Vergleich zu 2009 auszuweiten.

Ausbildungsplätze
IW-Nachricht, 2. November 2017

Regina Flake Ausbildungsplätze: Chancen nutzenArrow

Rein rechnerisch ist der Ausbildungsmarkt laut Bundesagentur für Arbeit (BA) sehr ausgeglichen: 549.800 Berufsausbildungsstellen standen 547.800 Bewerber gegenüber. Dennoch bleiben viele Stellen unbesetzt, gleichzeitig finden junge Menschen keinen Ausbildungsplatz. Schulen und Unternehmen müssen handeln. mehr

Gutachten, 26. Oktober 2017

Paula Risius / Lydia Malin / Regina Flake Ausbildung oder Studium? Arrow

Unternehmen können immer mehr Ausbildungsstellen nicht besetzen. Dies birgt die Gefahr, dass gerade kleine und mittlere Unternehmen mittelfristig ihre Ausbildungsaktivitäten zurückfahren, was gravierende Auswirkungen auf die Fachkräftesituation auf dem Arbeitsmarkt hätte. mehr

IW-Trends, 26. Oktober 2017

Regina Flake / Lydia Malin / Paula Risius Bildungsentscheidung von Abiturienten für Ausbildung oder StudiumArrow

Der Anteil der Abiturienten unter den Schulabgängern steigt seit vielen Jahren an. Inzwischen erwirbt mehr als die Hälfte eines Jahrgangs die Hochschulzugangsberechtigung und die Anzahl der Studienanfänger hat sich in den letzten 15 Jahren verdoppelt. Gleichzeitig brechen 29 Prozent ihr Studium vorzeitig ab. Das zeigt, dass die Entscheidung für ein Studium nicht für alle Studienanfänger optimal ist. mehr