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In Mathematik und den Naturwissenschaften haben deutsche Schüler Nachholbedarf. Foto: Nicolas McComber/iStock

Zwar bleibt Deutschland in der aktuellen PISA-Erhebung im oberen Drittel, doch der Aufschwung der vergangenen Jahre ist vorbei. Insgesamt haben sich die Fähigkeiten hiesiger Schüler nicht verbessert. Weil andere Länder zulegen konnten, steht Deutschland im Vergleich sogar etwas schlechter da als zuletzt. Besonders problematisch: In Mathematik und den Naturwissenschaften erreichen jeweils 17 Prozent der Schüler nicht die Kompetenzstufe 2, sind also nicht ausbildungsreif.

Insbesondere vor dem Hintergrund des MINT-Fachkräftebedarf ist dies bedenklich. Aktuell fehlen in Deutschland 212.000 Fachkräfte in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Denn Ende Oktober 2016 waren dort insgesamt rund 400.000 Stellen zu besetzen, bei nur knapp 200.000 arbeitslosen Personen, die in diesem Bereich arbeiten wollen. Die Arbeitskräftelücke ist im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um 8,9 Prozent gestiegen – ein Rekordwert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2011.

Dabei fehlen vor allem Nicht-Akademiker: Der Anteil von Facharbeitern, Meistern und Technikern an der gesamten MINT-Arbeitskräftelücke liegt bei 66 Prozent. Denn während der Anteil der MINT-Fächer an allen Hochschulabsolventen von 31,3 Prozent im Jahr 2005 auf 35,0 Prozent im Jahr 2014 gestiegen ist und die Studienabsolventenquote von 21,1 Prozent auf 31,0 Prozent deutlich zugenommen hat, ist der Anteil der 35- bis 39-Jährige mit einer MINT-Berufsausbildung von 24 auf 20,5 Prozent gesunken. Bei den 30- bis 34-Jährigen sank der entsprechende Anteil im selben Zeitraum von 22,3 Prozent auf 18,8 Prozent.

Vor allem in den MINT-Ausbildungsberufen wird es also darauf ankommen, mehr junge Menschen für diese Berufe zu gewinnen. Dabei kommt der schulischen Bildung in Mathematik und den Naturwissenschaften eine besondere Bedeutung zu.

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IW-Nachricht, 18. Juli 2017

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