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Auch dies ist sicherlich kein Anstieg, der deutlich im Portemonnaie zu spüren ist. Die Arbeitnehmer hatten aber dennoch etwas vom Aufschwung. Denn seit 2005 ist die Zahl der Arbeitslosen um 2 Millionen zurückgegangen. Die relativ moderaten Lohnsteigerungen haben hierzu einen wichtigen Beitrag geleistet.

Ebenso ermöglichten sie es den Unternehmen, einen Puffer aufzubauen, um die vergangene Krise mit nur wenigen Entlassungen durchzustehen. Auch der Verweis auf den Einkommensrückgang der Niedrigverdiener vergleicht quasi Äpfel mit Birnen. Denn die 10 Prozent der Bevölkerung mit den niedrigsten Verdiensten im Jahr 2000 sind zumeist andere Personen als die Geringverdiener des Jahres 2010. Mehr Teilzeitbeschäftigung, Mini- und Ein-Euro-Jobs sorgen hier für Verschiebungen– aber auch für neue Verdienstmöglichkeiten.

Blickt man auf die Verteilung des Gesamteinkommens, zeigt sich, dass sowohl die Einkommensungleichheit als auch die relative Einkommensarmut seit 2004 im Trend nicht mehr gestiegen sind.

Deutschlands Mittelschicht ist stabil – gehören Sie dazu?
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Der deutschen Mittelschicht ergeht es angeblich schlecht: schrumpfen soll sie, erodieren oder gar zerbrechen. Doch ein nüchterner Blick auf die Zahlen des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigt ein anderes Bild. Ein Gastbeitrag IW-Direktor Michael Hüther auf welt.de. mehr

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Die Mittelschicht dominiert die deutsche Gesellschaft – das steht eigentlich außer Frage. Und doch wird sie immer wieder kleingeredet. Sorgen vor sozialem Abstieg und Armut machen die Runde. Politiker versuchen, aus diesen Ängsten Kapital zu schlagen. Doch ein Blick auf die Zahlen zeigt ein anderes Bild: Deutschland ist und bleibt ein Land der Mitte. Das beweisen die Statistiken. mehr