Nebenjobs Image
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Es gibt eine Reihe von möglichen Gründen, warum Erwerbstätige einen zweiten Job ausüben:

- Teilzeitbeschäftigte sind mit dem Hauptjob zeitlich nicht ausgelastet, können ihre Arbeitszeit dort aber nicht wie gewünscht erhöhen. Der Anteil der Nebenerwerbstätigen ist unter den Teilzeitlern mit 9 Prozent denn auch höher als bei den Vollzeitbeschäftigten (6 Prozent) – das zeigen Auswertungen des Sozio-oekonomischen Panels. Auch Auszubildende (7 Prozent) haben häufiger einen zweiten Job; Selbstständige (5 Prozent) und geringfügig Beschäftigte (3 Prozent) hingegen seltener.

  • Ein geringfügiger Nebenjob ist unter Umständen lukrativer als zusätzliche Stunden im Hauptjob, weil er von den Sozialabgaben befreit ist.
  • Arbeitnehmer erfüllen sich mit dem Zusatzverdienst besondere Konsumwünsche.
  • Arbeitnehmer brauchen den Zusatzverdienst, um über die Runden zu kommen.

Für die letzte These, die in der Berichterstattung oft eine herausragende Rolle einnimmt, gibt es jedoch kaum Belege. So sind sowohl der mittlere Stundenlohn wie auch der mittlere Monatslohn im Haupterwerb bei den Beschäftigten mit Nebenerwerb höher als bei den Beschäftigten ohne Nebenerwerb.

Auch die durchschnittlich erforderliche Qualifikation ist bei den Nebenerwerbstätigen höher: Von ihnen brauchen 28 Prozent für ihren Job ein Studium – unter denen ohne Nebenerwerb sind es nur 22 Prozent. Einen Zweitjob machen also eher diejenigen, die gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Für diese Sicht spricht auch die regionale Verteilung der Minijobs im Nebenerwerb: Von denen gibt es am meisten im Südwesten der Republik, wo auch die Arbeitsmarktchancen am besten sind. Im Osten – wo die Löhne am niedrigsten sind – gibt es dagegen am wenigsten Nebenerwerb.

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Minijobber zufriedener als behauptet
IW-Nachricht, 25. April 2017

Geringfügige Beschäftigung Minijobber zufriedener als behauptetArrow

Arbeitnehmer wünschen sich sichere, gut bezahlte und interessante Jobs. Soweit das erwartbare Ergebnis einer nicht-repräsentativen Befragung der IG Metall. Überraschend ist dagegen, dass die Mehrheit der Beschäftigten laut der Umfrage eine Abschaffung der geringfügigen Beschäftigung wünscht. Das steht im Widerspruch zu anderen empirischen Befunden. mehr

Schwarzarbeit und Schattenwirtschaft
IW-Report, 30. März 2017

Dominik H. Enste Schwarzarbeit und SchattenwirtschaftArrow

Über Schwarzarbeit und Schattenwirtschaft wird vor allem in Zeiten von wirtschaftlichen Krisen gesprochen. Sie dienen dann als eine Art Puffer und gleichen die Härten einer Rezession gerade für Personen mit geringeren oder mittleren Einkommen aus. Gerade in Südeuropa ist Schattenwirtschaft weitverbreitet. mehr

Schwarzarbeit
IW-Pressemitteilung, 30. März 2017

Haushaltshilfen Schwarzarbeit weit verbreitetArrow

Die Bundesrepublik versucht seit genau 60 Jahren per Gesetz die Schwarzarbeit einzudämmen – mit äußerst mäßigem Erfolg, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt: 75 bis 83 Prozent aller Haushaltshilfen in Deutschland sind nicht angemeldet. mehr