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Das Nachtflugverbot ist eine schwere Belastung für das Frachtdrehkreuz Frankfurt. Mittelfristig könnte es zum Verlust von 1.000 Arbeitsplätzen führen. Gleichzeitig ist aber mit der seit Herbst 2011 eröffneten vierten Bahn eine Steigerung des Passagierverkehrs am Frankfurter Flughafen möglich, die es dem deutschen Luftdrehkreuz erlaubt, Anschluss an London und Paris zu gewinnen. In den vergangenen Jahren war der Rhein-Main-Airport angesichts ausgelasteter Kapazitäten stetig zurückgefallen. Nun kann die Zahl der abgewickelten Flüge schrittweise erhöht werden, um die Passagierzahl bis 2025 auf etwa 85 Millionen zu steigern.

Der nun per Gerichtsbeschluss bestätigte Verzicht auf Nachtflüge ist der Preis für die Zusatzkapazitäten am Tag. Bereits im Mediationsverfahren zum Bau der Nordbahn war als Kompensation für die betroffenen Bürger ein Nachtflugverbot ins Spiel gebracht worden. Dass später vom Land Hessen mit Blick auf die Bedeutung des Frachtverkehrs wieder 17 Nachtflüge erlaubt wurden, konnte als Unterlaufen des Mediationsverfahrens interpretiert werden.

Bislang ist Frankfurt einer der bedeutendsten Frachtflughäfen der Welt, über den 53 Prozent des deutschen Luftfrachtverkehrs abgewickelt werden. Im Jahr 2011 wurden hier 2,3 Millionen Tonnen Fracht umgeschlagen. Zukünftig muss ein Teil der Fracht neue Wege finden – neben anderen deutschen Flughäfen werden auch Paris und Amsterdam profitieren. Die Frachtdrehkreuze in Köln-Bonn und Leipzig-Halle dürfen nun jedoch keinesfalls durch ähnliche Einschränkungen gefährdet werden, soll die deutsche Exportwirtschaft nicht ernsthaft Schaden nehmen.

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CO2-Regulierung des Straßenverkehrs in Europa – ein Kompendium
Gutachten, 10. Mai 2017

Thomas Puls CO2-Regulierung des Straßenverkehrs in EuropaArrow

Der Verkehrssektor steht bei der Dekarbonisierung vor besonderen Herausforderungen, denn der Bedarf an Mobilität von Personen und Gütern nimmt global rasant zu, vor allem in den aufstrebenden Schwellenländern. Aufgrund seiner Schlüsselstellung für die Mobilität wird die künftige Kohlendioxid-Regulierung von Pkw und Lkw eine gewichtige Rolle für die Klimapolitik spielen. mehr

IW-Kurzbericht, 26. Januar 2017

Galina Kolev / Thomas Puls Trumponomics und die deutsche AutoindustrieArrow

Die deutsche Wirtschaft blickt der Amtszeit des neuen US-Präsidenten Donald Trump mit gemischten Gefühlen entgegen. Die Vorteile für die deutsche Wirtschaft, die aus den geplanten Steuersenkungen und dem Infrastrukturprogramm zu erwarten sind, dürften bei weitem durch die Gefahren überschattet werden, sollte seine handelspolitische Strategie umgesetzt werden und zu einer Trendwende bei der globalen Handelspolitik führen. Ein sich global ausbreitender Protektionismus wäre Gift für das deutsche Exportmodell. Für die Autoindustrie bestehen da besondere Risiken. mehr

Rührei-Prinzip wird GdF zum Verhängnis
Gewerkschaftsspiegel, 30. November 2016

Volker Rieble Arbeitskampfrechtsprechung: Rührei-Prinzip wird GdF zum VerhängnisArrow

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat in zwei Entscheidungen vom 25.8.2015 das Arbeitskampfrecht weiterentwickelt – jeweils am Streik der Fluglotsen (1 AZR 875/13 und 1 AZR 754/13). Am 26.7.2016 ist die dritte Lotsenstreik-Entscheidung ergangen (1 AZR 160/14), mit der seit längerer Zeit einmal wieder ein Streik für rechtswidrig erkannt und hieraus eine Schadensersatzpflicht der streikenden Gewerkschaft abgeleitet worden ist. mehr