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Noch immer gibt es in Sachen Frauenerwerbstätigkeit eine Kluft zwischen West und Ost: In Westdeutschland arbeiteten im Jahr 2010 rund 30 Prozent aller Mütter mit Kleinkindern, im Osten waren es 37 Prozent. Wenn die Sprösslinge ins Kindergartenalter (drei bis fünf Jahre) kommen, steigt der Anteil der berufstätigen Mütter sprunghaft an. Im Jahr 2010 arbeiteten deutschlandweit 60 Prozent der Mütter, deren jüngstes Kind einen Kindergarten besucht.

Dass dies so ist, verwundert nicht, denn für Kinder über drei Jahre sind die Betreuungsmöglichkeiten viel besser als für jüngere Kinder. Während im Jahr 2011 jedes vierte 1- bis unter 3-jährige Kind in einer KITA oder bei einer Tagesmutter war, beträgt der Anteil bei den 3- bis unter 6-jährigen Kindern 94 Prozent. Ein weiterer KITA-Ausbau würde somit vor allem Müttern mit Kleinkindern die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit erleichtern.

Nach IW-Berechnungen würde durch eine flächendeckende Einführung von Ganztagsbetreuungsplätzen allein bei den Alleinerziehenden mit Kindern zwischen ein und drei Jahren die Zahl der Vollzeitbeschäftigten um 22.500 und die der Teilzeitbeschäftigten um 16.300 steigen.

Ansprechpartner

Zwölf Milliarden Euro
Interview, 14. August 2017

Axel Plünnecke in der Süddeutschen Zeitung Bildungsmonitor 2017: Zwölf Milliarden Euro Arrow

Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung verrät IW-Ökonom Axel Plünnecke erste Ergebnisse des Bildungsmonitors 2017. Er empfiehlt, mehr Geld in gerechte Bildung zu investieren, also in mehr Kitaplätze und eine bessere Qualität, mehr Ganztagsschulen und in eine bessere Integration von Flüchtlingskindern. mehr

Kinderbetreuung
IW-Nachricht, 27. Juli 2017

Wido Geis Kinderbetreuung: Kita-Ausbau hält nicht SchrittArrow

Neue Zahlen zeigen: Immer mehr Kinder unter drei Jahren gehen in eine Kita oder werden von Tagesmüttern betreut. Doch der Ausbau der Einrichtungen verläuft deutlich langsamer. Im Sinne einer guten Betreuung ist es jedoch wichtig, die Gruppengrößen klein zu halten. mehr

26. Juli 2017

Jörg Schmidt Traditionelle Rollenbilder leben längerArrow

In der Regel reduzieren in Deutschland vor allem Frauen ihre Arbeitszeit. Doch spätestens, wenn eine Führungsposition ansteht, wird häufig Vollzeit gearbeitet. Längere Arbeitszeiten können allerdings zu zeitlichen Konflikten führen, denn Hausarbeit und Betreuungspflichten sind noch immer höchst ungleich zwischen den Geschlechtern verteilt. mehr auf iwd.de