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Der Flughafen im Erdinger Moos ist schon lange ein Politikum. Hier war in den 1980er Jahren ein Megaairport mit vier Bahnen geplant, obwohl der alte Flughafen München-Riem selbst 1990 nur knapp 12 Millionen Passagiere zählte. Viel zu groß, entschied ein Gericht und reduzierte den neuen Airport auf die Hälfte.

Doch nach der Eröffnung von „Franz-Josef-Strauß“ 1992 lag das Passagierwachstum kontinuierlich jenseits aller Prognosen. Mit 37,8 Millionen Fluggästen und einem Zuwachs von fast 9 Prozent wurde 2011 wieder ein Rekord aufgestellt. Bei 40 Millionen dürfte für das 2-Bahnen-System Schluss sein, da auch kleinere Regionalflieger abgefertigt werden müssen.

Problematisch ist auch, dass nun allein die Münchener über die Zukunft eines Flughafens abstimmen durften, der ein entscheidender Wirtschaftsfaktor für ganz Bayern ist und nicht einmal auf städtischem Grund liegt.

Mit dem Nachtflugverbot in Frankfurt, dem Desaster um die verschobene Flughafeneröffnung in Berlin und nun der Entscheidung gegen München 3 droht der Luftverkehrsstandort Deutschland in Europa und der Welt den Anschluss zu verlieren. Für die deutsche Wirtschaft ist das kein gutes Omen.

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9. November 2017

Thomas Puls / Thilo Schaefer Klimapolitik: Die CO2-WeltArrow

Das große Ziel der internationalen Klimapolitik ist die Verringerung der globalen Kohlendioxid-Emissionen. Darum geht es auch auf dem derzeit in Bonn stattfindenden UN-Klimagipfel. Dies ist keine leichte Aufgabe – vor allem in Anbetracht der sich rasant entwickelnden Volkswirtschaften in China und Indien. Die CO2-Welt in Grafiken. mehr auf iwd.de

15. September 2017

Klaus-Heiner Röhl Schicksalstage für den deutschen LuftverkehrArrow

Nach der Bundestagswahl will der Gläubigerausschuss entscheiden, an wen Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin nach ihrem Insolvenzantrag verkauft wird. Der Markt ist im Umbruch – dank der Liberalisierung des europäischen Luftverkehrs wird es aber wohl auch dann keine großen Preissprünge auf innerdeutschen Flügen geben, wenn die Lufthansa den Zuschlag bekommt. mehr auf iwd.de

Air Berlin
IW-Nachricht, 15. September 2017

Klaus-Heiner Röhl Air Berlin: Wettbewerb muss erhalten bleibenArrow

Am Freitagnachmittag endete die Bieterfrist für Übernahmeinteressenten der insolventen Airline Air Berlin. Angesichts der Situation der seit Jahren defizitären Fluggesellschaft und der Strukturen im Luftverkehr dürfte die Anzahl ernsthafter Interessenten überschaubar sein. Das sollte aber nicht zu weniger Wettbewerb am Himmel führen. mehr