Modernisierung von Mietimmobilien Image
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Das Mietrecht bildet den rechtlichen Rahmen für den Interessenausgleich zwischen Vermietern und Mietern bei knapp 20 Millionen vermieteten Wohnungen und Häusern in Deutschland. Seit der letzten Mietrechtsreform 2013 ist die sogenannte „Modernisierungsumlage“ nach § 559 BGB explizit für energetische Modernisierungen vorgesehen. Der Kern der finanziellen Regelungen blieb jedoch mit 11 Prozent der Kosten, die jährlich auf die Miete aufgeschlagen werden dürfen, unverändert. Da auch energetische Modernisierungen zu den steigenden Mieten beitragen, plant die Koalition nun, die Umlagegrenze auf 10 Prozent zu senken.

Dieser Plan stellt kein sonderliches großes Problem dar, da Vermieter die Umlagegrenze schon heute nur äußerst selten voll ausschöpfen. Deutlich schwieriger ist die Idee, die Umlagefähigkeit auf die Amortisationsdauer zu begrenzen. Würde dieser Plan umgesetzt, müsste der Vermieter die Miete auf das alte Niveau zurücksetzen, sobald die Investition vom Mieter abgezahlt wurde. Dies senkt einerseits die Anreize für Investitionen in den Klimaschutz – die Investition zahlt sich für den Vermieter nicht aus. Andererseits würde eine entsprechende Regelung zu unnötig komplexen Mietverträgen führen, denn diese müssten dann ja entsprechende Mieterhöhungen detailliert ausweisen.

Ein weiterer Punkt wiegt allerdings noch schwerer: Die avisierten Änderungen gehen an den eigentlichen Problemen vorbei und helfen dem Klimaschutz wenig. Denn zahlreiche Studien zeigen, dass schon heute ein hohes Maß an Unsicherheit herrscht, wenn es um energetisches Sanieren geht – sowohl auf Seiten der Mieter als auch bei den Vermietern. Ziel sollte es deshalb sein, einen fairen Ausgleich der berechtigten Interessen von Vermietern und Mietern zu schaffen.

Zielführend wäre es dafür, die Höhe der umlegbaren Kosten an die Höhe der Energieeinsparung zu koppeln. Denn je mehr der Mieter beispielsweise durch eine bessere Dämmung sparen kann, desto eher ist er auch bereit, dafür einen Aufschlag zu akzeptieren. Durch eine entsprechende Kopplung könnte das Vermieter-Mieter-Dilemma aufgelöst werden und die Hauseigentümer würden zusammen mit den Mietern dazu motiviert, in den ökologischen Umbau der Gebäude zu investieren.

Ansprechpartner

Ideen für eine bessere Wohnungspolitik
Gutachten, 16. Oktober 2017

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Die Mieten und Preise in den Großstädten steigen stetig weiter und belasten zunehmend die Haushalte. Ursächlich hierfür ist ein starker Zuzug in die Städte und eine zu geringe Bautätigkeit. Um den Markt wieder zu entspannen, bedarf es daher einer deutlichen Ausweitung der Bautätigkeit, etwa über die Erschließung neuer Stadtviertel. Allerdings braucht dies Zeit, weshalb alternative Konzepte benötigt werden. mehr

Wohngeld
IW-Nachricht, 5. Oktober 2017

Ralph Henger / Judith Niehues Das Wohngeld muss zukunftsfest werden Arrow

Nach der Erhöhung des Wohngeldes ist die Zahl der Wohngeldempfänger zuletzt deutlich angestiegen. Das hat das Statistische Bundesamt heute berichtet. Die Reform im vergangenen Jahr war überfällig, reicht aber längst nicht aus. Das Wohngeld sollte weiter gestärkt werden. mehr

IW-DREF-Studentenwohnpreisindex
Gutachten, 2. Oktober 2017

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Die stetige Zunahme der Studentenzahlen sowie der Zuzug anderer Bevölkerungsgruppen aus dem In- und Ausland haben zu einer deutlichen Verschärfung der Situation am Wohnungsmarkt geführt. Die Folge sind teils rasant steigende Wohnkostenbelastungen, wie der neue Studentenwohnpreisindex des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln und der Deutschen Real Estate Funds in Kooperation mit ImmobilienScout24 zeigt. mehr