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Die Zahl der ausschließlich geringfügig Beschäftigten liegt seit 2004 konstant bei knapp 5 Millionen. Ihre Anzahl war 2003 – nachdem die Minijob-Grenze von 325 auf 400 Euro angehoben wurde – zunächst sprunghaft gestiegen. Seitdem herrscht aber trotz des allgemeinen Beschäftigungsbooms Stillstand. Die 3 Millionen neuen Jobs in Deutschland entstanden in den vergangenen Jahren ausschließlich im Segment der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung.

Konstant zugenommen hat dagegen die Zahl der Personen, die zusätzlich zu einer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung – darunter auch Teilzeitjobs – einen Minijob nebenher ausüben. Auch diese haben stark von der rot-grünen Minijob-Reform im Jahr 2003 profitiert: Seither muss der Verdienst aus dem Minijob nicht mehr individuell versteuert und bei der Sozialversicherung verbeitragt werden. Deshalb kann ein Minijob im Nebenerwerb lohnender sein, als die Arbeitszeit im Hauptjob auszuweiten.

Im Übrigen ist über die Motive der Mehrfachbeschäftigten wenig bekannt. Dass es – wie die Presse mutmaßt – aus finanzieller Not heraus erfolgt, ist empirisch nicht nachzuweisen. Ohne Belege ist letztlich auch die Einschätzung der Grünen, dass es sich bei den Minijobs um eine berufliche Sackgasse vor allem für Frauen handeln würde. Im Gegenteil: Eine Befragung im Auftrag des Familienministeriums ergab, dass 85 Prozent der ehemals geringfügig Beschäftigten Frauen ihren Minijob nicht als Sackgasse sahen.

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Minijobber zufriedener als behauptet
IW-Nachricht, 25. April 2017

Geringfügige Beschäftigung Minijobber zufriedener als behauptetArrow

Arbeitnehmer wünschen sich sichere, gut bezahlte und interessante Jobs. Soweit das erwartbare Ergebnis einer nicht-repräsentativen Befragung der IG Metall. Überraschend ist dagegen, dass die Mehrheit der Beschäftigten laut der Umfrage eine Abschaffung der geringfügigen Beschäftigung wünscht. Das steht im Widerspruch zu anderen empirischen Befunden. mehr

13. April 2017

Frankreich Viel Arbeit für den WahlsiegerArrow

Wen auch immer die Franzosen Anfang Mai zu ihrem neuen Staatsoberhaupt küren – er oder sie steht in jedem Fall vor großen wirtschaftspolitischen Herausforderungen. Vor allem in den Bereichen Arbeitsmarkt und öffentliche Finanzen sind weitere Reformen nötig. mehr auf iwd.de

7. April 2017

Arbeitsmarkt Die Reform des Arbeitslosengelds hat sich bewährtArrow

SPD-Politiker plädieren dafür, das Arbeitslosengeld I unter bestimmten Voraussetzungen länger als bisher zu gewähren. Dabei hat die Kürzung der maximalen Bezugsdauer im Zuge der Hartz-Reformen dazu beigetragen, die Beschäftigungssituation Älterer zu verbessern. Die Argumente für die restriktivere Regelung gelten nach wie vor. mehr auf iwd.de