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Minijobs seien für die betroffenen Arbeitnehmer eine Sackgasse. Viele würden gerne mehr arbeiten, bekommen aber keine Angebote, weil Unternehmen volle Stellen in Minijobs umwandeln. So lautet die am häufigsten genannte Kritik an den geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen.

Die These, dass Unternehmen volle Stellen in Minijobs aufspalten, konnte jedoch nie bewiesen werden. Es gibt auch keine Anreize dafür, denn bei den Minijobs sind die pauschalen Abgaben mit 30 Prozent um die Hälfte höher als der reguläre Arbeitgeberbeitrag zur Sozialversicherung, der bei gut 20 Prozent liegt. Vielmehr bieten die Betriebe Minijobs an, weil Regale eben nur wenige Stunden in der Woche gepflegt werden müssen oder das Wochenblatt nur einmal alle sieben Tage erscheint.

Auch die Arbeitnehmer wären wohl wenig begeistert, wenn sie zukünftig über 20 Prozent ihres Lohns an die Sozialversicherung abführen müssten – in den meisten Fällen ohne dafür eine nennenswerte Leistung zu erhalten. Denn die Renten- und Arbeitslosengeldansprüche sind bei solch niedrigen Einkommen kaum der Rede wert. Profitieren könnten lediglich privat krankenversicherte Selbstständige oder Hausfrauen und -männer, die mit einem Minijob zu einem Mini-Beitrag in die gesetzliche Krankenversicherung schlüpfen und die teure Privatpolice einsparen könnten.

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Minijobber zufriedener als behauptet
IW-Nachricht, 25. April 2017

Geringfügige Beschäftigung Minijobber zufriedener als behauptetArrow

Arbeitnehmer wünschen sich sichere, gut bezahlte und interessante Jobs. Soweit das erwartbare Ergebnis einer nicht-repräsentativen Befragung der IG Metall. Überraschend ist dagegen, dass die Mehrheit der Beschäftigten laut der Umfrage eine Abschaffung der geringfügigen Beschäftigung wünscht. Das steht im Widerspruch zu anderen empirischen Befunden. mehr

Schwarzarbeit und Schattenwirtschaft
IW-Report, 30. März 2017

Dominik H. Enste Schwarzarbeit und SchattenwirtschaftArrow

Über Schwarzarbeit und Schattenwirtschaft wird vor allem in Zeiten von wirtschaftlichen Krisen gesprochen. Sie dienen dann als eine Art Puffer und gleichen die Härten einer Rezession gerade für Personen mit geringeren oder mittleren Einkommen aus. Gerade in Südeuropa ist Schattenwirtschaft weitverbreitet. mehr

Schwarzarbeit
Pressemitteilung, 30. März 2017

Dominik H. Enste Haushaltshilfen: Schwarzarbeit weit verbreitetArrow

Die Bundesrepublik versucht seit genau 60 Jahren per Gesetz die Schwarzarbeit einzudämmen – mit äußerst mäßigem Erfolg, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt: 75 bis 83 Prozent aller Haushaltshilfen in Deutschland sind nicht angemeldet. mehr