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Viele genießen an ihrem Minijob vor allem die Steuerfreiheit. Quelle: Tyler Olson – Fotolia

„Brutto gleich netto“ heißt die Zauberformel für Minijobber. Das genießen auch diejenigen, die dem Minijob zusätzlich zu einem Hauptberuf nachgehen. Denn so mancher verdient mit dem abgabefreien Job netto mehr, als wenn er in seinem Hauptjob Überstunden macht oder seine Arbeitszeit von Teilzeit auf Vollzeit erhöht. Ein Beispiel: Um zusätzlich rund 8,50 Euro netto für eine Stunde Arbeit zu verdienen, müsste ein alleinstehender Vollzeitbeschäftigter in einem regulären Job einen Bruttostundenlohn von rund 17 Euro erzielen. Verdient er weniger, lohnt sich für ihn der Minijob mehr.

Nach den Plänen des Wissenschaftlichen Beirats des Bundeswirtschaftsministeriums soll damit bald Schluss sein – zumindest, wenn der Minijob als Zweitjob in einer Ehe ausgeübt wird. Die geringfügige Beschäftigung für diese Fälle zu reformieren, wäre ein Schritt Richtung mehr Steuergerechtigkeit. Denn: Warum soll jemand einen steuerlichen Sonderstatus genießen, wenn der Ehepartner üppig verdient? In diesen Fällen ist der Minijob kein Sprungbrett, sondern ein Steuerschlupfloch.

Auf dem Arbeitsmarkt würde eine Reform der Minijobs insgesamt zudem Fehlanreize beseitigen: Während die Minijob-Wahl für den Einzelnen aus Gründen der Steuerminimierung nachvollziehbar ist, ist die Entscheidung für die Volkswirtschaft nämlich bisweilen schädlich. Denn im Hauptjob – für den sie fundiert ausgebildet sind – erwirtschaften die meisten Arbeitnehmer eine höhere Wertschöpfung als im Mini-Nebenjob, für den oft keine Ausbildung erforderlich ist.

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Minijobber zufriedener als behauptet
IW-Nachricht, 25. April 2017

Geringfügige Beschäftigung Minijobber zufriedener als behauptetArrow

Arbeitnehmer wünschen sich sichere, gut bezahlte und interessante Jobs. Soweit das erwartbare Ergebnis einer nicht-repräsentativen Befragung der IG Metall. Überraschend ist dagegen, dass die Mehrheit der Beschäftigten laut der Umfrage eine Abschaffung der geringfügigen Beschäftigung wünscht. Das steht im Widerspruch zu anderen empirischen Befunden. mehr

Schwarzarbeit und Schattenwirtschaft
IW-Report, 30. März 2017

Dominik H. Enste Schwarzarbeit und SchattenwirtschaftArrow

Über Schwarzarbeit und Schattenwirtschaft wird vor allem in Zeiten von wirtschaftlichen Krisen gesprochen. Sie dienen dann als eine Art Puffer und gleichen die Härten einer Rezession gerade für Personen mit geringeren oder mittleren Einkommen aus. Gerade in Südeuropa ist Schattenwirtschaft weitverbreitet. mehr

Schwarzarbeit
IW-Pressemitteilung, 30. März 2017

Haushaltshilfen Schwarzarbeit weit verbreitetArrow

Die Bundesrepublik versucht seit genau 60 Jahren per Gesetz die Schwarzarbeit einzudämmen – mit äußerst mäßigem Erfolg, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt: 75 bis 83 Prozent aller Haushaltshilfen in Deutschland sind nicht angemeldet. mehr