Minijobs Image
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Die gesetzliche Rentenversicherung funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Die Höhe der Rente bemisst sich in erster Linie an dem, was an Beiträgen eingezahlt wurde. Da Minijobber nur wenig einzahlen, erhalten sie auch nur geringe Renten. Da zwei Drittel der ausschließlich geringfügig Beschäftigten Frauen sind, wittern einige sogleich Altersarmut für Millionen Frauen.

Berücksichtigt werden muss aber, dass der Verdienst aus dem Minijob in den meisten Fällen nur ein Teil des gesamten Haushaltseinkommens darstellt. Nur 19 Prozent der geringfügig beschäftigten Frauen sind alleinstehend oder alleinerziehend. Die große Mehrheit lebt in Paarhaushalten und profitiert im Alter von den Alterseinkünften ihrer Partner.

Hinzu kommt, dass ein Minijob für viele nur eine vorübergehende Episode in ihrer Erwerbsbiographie ist. Von allen geringfügig Beschäftigten des Jahres 2003 war fünf Jahre später nur ein Drittel immer noch in einem Mini-Job beschäftigt.

Kurz erklärt: Armut

Jemand gilt laut einer Konvention als einkommensarm, wenn das bedarfsgewichtete Nettoeinkommen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens beträgt. Der Anteil der Personen, die in einer solchen relativen Einkommensarmut leben, wird als Armutsrisikoquote bezeichnet. Die Armutsdefinition der Europäischen Kommission geht noch etwas weiter. Laut der EU sind verarmte Personen „Einzelpersonen, Familien und Personengruppen, die über so geringe (materielle, kulturelle und soziale) Mittel verfügen, dass sie von der Lebensweise ausgeschlossen sind, die in dem Mitgliedsstaat, indem sie leben, als Minimum hinnehmbar ist.“

Ansprechpartner

Schwarzarbeit und Schattenwirtschaft
IW-Report, 30. März 2017

Dominik H. Enste Schwarzarbeit und SchattenwirtschaftArrow

Über Schwarzarbeit und Schattenwirtschaft wird vor allem in Zeiten von wirtschaftlichen Krisen gesprochen. Sie dienen dann als eine Art Puffer und gleichen die Härten einer Rezession gerade für Personen mit geringeren oder mittleren Einkommen aus. Gerade in Südeuropa ist Schattenwirtschaft weitverbreitet. mehr

Schwarzarbeit
IW-Pressemitteilung, 30. März 2017

Haushaltshilfen Schwarzarbeit weit verbreitetArrow

Die Bundesrepublik versucht seit genau 60 Jahren per Gesetz die Schwarzarbeit einzudämmen – mit äußerst mäßigem Erfolg, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt: 75 bis 83 Prozent aller Haushaltshilfen in Deutschland sind nicht angemeldet. mehr

Be careful with benchmarking in pension policy
IW-Nachricht, 17. März 2017

Pension Systems Be careful with benchmarking in pension policyArrow

The Eurogroup will look into the possibility of introducing benchmarking in pension policy. Most European pension systems face a similar demographic challenge. Yet, they differ in many aspects. If this is not taken into account, a benchmarking process is likely to fail its purpose. mehr