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Bislang ist auch in den am stärksten betroffenen Branchen, wie etwa dem Gastgewerbe, die Beschäftigung nicht gesunken. Quelle: Edenwithin

Der Arbeitsmarkt in Deutschland ist nach wie vor in blendender Verfassung. Daran hat auch die Einführung des Mindestlohns zu Jahresbeginn nichts geändert. Weder ist die Arbeitslosigkeit stark angestiegen – auch nicht die der Geringqualifizierten –, noch ist in den am stärksten betroffenen Branchen die Beschäftigung gesunken. Im Gastgewerbe etwa nahm die Zahl der Beschäftigten sogar um 6 Prozent zu.

Als Beleg, dass der Mindestlohns unschädlich ist, taugt dies aber nicht: Erstens greifen Betriebe oft erst als letztes Mittel zum Stellenabbau. Viele Betriebe versuchen, die gestiegenen Lohnkosten zunächst durch Preiserhöhungen zu kompensieren. Erst wenn sich herausstellen sollte, dass dies dauerhaft zu weniger Nachfrage führt, geraten auch Arbeitsplätze in Gefahr. Zweitens überkompensiert die allgemein gute Wirtschafts- und Beschäftigungsentwicklung mögliche negative Auswirkungen.

Ein deutlich negativer Effekt zeigt sich allerdings bei den Minijobs: Gegenüber dem Vorjahresmonat waren im Juni 2015 rund 200.000 Personen weniger geringfügig beschäftigt. Für die Hoffnung, dass diese Jobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung umgewandelt wurden, gibt es keine Hinweise. Zwar stieg die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zuletzt stark an, doch die Zunahme im ersten Halbjahr 2015 unterscheidet sich nicht vom Anstieg im zweiten Halbjahr 2014.

Weniger Minijobs

Veränderung der Beschäftigungszahlen im Vergleich zum Vorjahresmonat

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Minijobber zufriedener als behauptet
IW-Nachricht, 25. April 2017

Geringfügige Beschäftigung Minijobber zufriedener als behauptetArrow

Arbeitnehmer wünschen sich sichere, gut bezahlte und interessante Jobs. Soweit das erwartbare Ergebnis einer nicht-repräsentativen Befragung der IG Metall. Überraschend ist dagegen, dass die Mehrheit der Beschäftigten laut der Umfrage eine Abschaffung der geringfügigen Beschäftigung wünscht. Das steht im Widerspruch zu anderen empirischen Befunden. mehr

Schwarzarbeit und Schattenwirtschaft
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Dominik H. Enste Schwarzarbeit und SchattenwirtschaftArrow

Über Schwarzarbeit und Schattenwirtschaft wird vor allem in Zeiten von wirtschaftlichen Krisen gesprochen. Sie dienen dann als eine Art Puffer und gleichen die Härten einer Rezession gerade für Personen mit geringeren oder mittleren Einkommen aus. Gerade in Südeuropa ist Schattenwirtschaft weitverbreitet. mehr

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Die Bundesrepublik versucht seit genau 60 Jahren per Gesetz die Schwarzarbeit einzudämmen – mit äußerst mäßigem Erfolg, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt: 75 bis 83 Prozent aller Haushaltshilfen in Deutschland sind nicht angemeldet. mehr