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Mit einem Stundenlohn von 8,50 Euro können Vollzeitarbeitnehmer im Monat etwas mehr als 1.400 Euro brutto erzielen. Der Staat behält davon 85 Euro Einkommensteuer und rund 290 Euro Sozialversicherungsbeiträge ein. Somit bleiben dem Arbeitnehmer rund 1.060 Euro netto übrig. Ein Alleinstehender hat damit gerade so viel, dass er keinen Anspruch auf ergänzende Leistungen des Arbeitslosengeldes II hat.

Anders sieht es bei größeren Haushalten aus: Hier liegt das Arbeitslosengeld II höher als der Verdienst aus der Erwerbstätigkeit zum Mindestlohn – selbst wenn das Kindergeld als zusätzliche Einkommensquelle berücksichtigt wird.

Im Ergebnis könnten also allenfalls vollzeitbeschäftigte Alleinstehende darauf hoffen, dass sie durch den Mindestlohn nicht mehr „aufstocken“ müssen. Das waren zuletzt allerdings nur rund 80.000 Personen. Ihnen bliebe der Gang zum Job-Center aber auch nur dann erspart, wenn der Mindestlohn nicht dazu führt, dass ihr Job komplett verloren geht.

Ansprechpartner

Reform der Arbeitslosenversicherung – Eine Bewertung aktueller Reformvorschläge
IW policy paper, 7. November 2017

Holger Schäfer Reform der ArbeitslosenversicherungArrow

Dank hoher Beschäftigungszahlen steht die Arbeitslosenversicherung finanziell gut da. Nun werden Forderungen laut, die Leistungen auszuweiten. Doch die vorgeschlagenen Reformen würden die ökonomischen Funktionen der Arbeitslosenversicherung weder stärken noch effizienter gestalten, sie könnten sich sogar negativ auf die Entwicklung am Arbeitsmarkt auswirken. mehr

Pro und Contra Agenda 2010
Gastbeitrag, 7. September 2017

Michael Hüther und Gustav Horn auf chemie-arbeitgeber.de Pro und Contra Agenda 2010Arrow

Die Parteien diskutieren über Sinn und Nutzen der Arbeitsmarktreformen unter Gerhard Schröder. Die Chemie-Arbeitgeber haben IW-Direktor Michael Hüther und Gustav Horn, Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung, um ihre Meinung zur folgenden Frage gebeten: Hat die Agenda 2010 die deutsche Wirtschaft besser und wettbewerbsfähiger gemacht? mehr

9. August 2017

Klaus-Heiner Röhl Bürokratie in Deutschland: Die KostenkrakeArrow

Die bürokratischen Belastungen, die die Unternehmen aufgrund von Bundesgesetzen stemmen müssen, sind in den vergangenen zehn Jahren gesunken. Zuletzt kam der Fortschritt in Sachen Bürokratieabbau allerdings nur noch schleppend voran, was angesichts der Flut von neuen Verordnungen kaum verwundert – schließlich verabschiedete allein der Bundestag 2016 annähernd 150 neue Gesetze. mehr auf iwd.de