Die Corona-Pandemie hat die deutsche Industrie fest im Griff: Mitarbeiter und Zulieferungen fehlen, die Bänder stehen vielerorts still. Die heute erschienenen Daten zur Industrieproduktion belegen den beispiellosen Einbruch: Im Vergleich zu März ist die Produktion im April um 22 Prozent zurückgegangen. Die Automobilbranche erlebt mit einem Minus von 75 Prozent einen historischen Sturz. 

Aufträge brechen weg

Zusammengenommen haben die Monate März und April, also die ersten beiden Krisenmonate der Corona-Pandemie, für einen Produktionsrückgang von 30 Prozent gesorgt. Während der Finanzkrise, also im Zeitraum von September 2008 bis April 2009, waren es lediglich 23 Prozent. Das zeigt, wie schnell und vor allem heftig die Einschläge in der deutschen Industrie derzeit sind. Auch bei den Auftragseingängen, die gute Anhaltspunkte für die weitere Entwicklung liefern, ist das zu beobachten. Während dem genannten Zeitraum der Finanzkrise sanken die Inlandsaufträge um 27 Prozent, wohingegen allein im März und April 2020 ein Rückgang von 33 Prozent entstand.  Bei den Auslandsaufträgen fällt der Einbruch mit 40 Prozent sogar noch stärker aus.