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Kritisch anzumerken ist, dass die Gewerkschaft schon nach der zweiten Verhandlungsrunde zu Warnstreiks aufrief. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Arbeitgeber schon ein erstes Angebot unterbreitet, das eine reale Einkommensverbesserung vorsah. Es ist zweifelhaft, ob solche Warnstreiks tatsächlich zu einer Beschleunigung der Verhandlungen beitragen.

Angesichts der heterogenen Entwicklung in der M+E-Industrie wäre zudem eine flexible Entgeltkomponente wünschenswert gewesen. Hier konnten sich die Arbeitgeber mit ihrem Wunsch nach einer betrieblichen Differenzierungsmöglichkeit nicht durchsetzen. Dafür konnten sie aber eine lange Laufzeit von 20 Monaten herausholen. Die IG Metall hatte ursprünglich 5,5 Prozent für 12 Monate gefordert. Da der Tarifvertrag nun bis Ende 2014 dauert, haben die Unternehmen eine längere Planungssicherheit.

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Durch flexible Produktionsformen laufen Maschinen immer länger, viele Unternehmen fertigen in Mehrschichtsystemen. Damit Unterbrechungen der Produktion vermieden werden, kommt der M+E-Branche Reparatur und Instandhaltung eine besondere Rolle zu: Die Anlagen werden rund um die Uhr gewartet und, wenn nötig, repariert. mehr auf iwd.de

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Die Arbeitnehmervertretungen kommen zunehmend unter Druck. Nicht einmal mehr jeder fünfte Beschäftigte in Deutschland war 2015 Mitglied in einer Gewerkschaft. Allerdings gibt es große regionale Unterschiede. mehr auf iwd.de

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Klaus-Heiner Röhl M+E-Industrie 2016: Nur am Anfang stark Arrow

Die Bilanz der M+E-Industrie für das Jahr 2016 fällt durchwachsen aus. Zwar verzeichnete sie einen Produktionszuwachs von 1,5 Prozent, allerdings konnten die Unternehmen vom wachsenden privaten und öffentlichen Konsum in Deutschland nur bedingt profitieren. Außerdem bremste die politische Unsicherheit die Investitionen. Positiv machte sich unter anderem die weitere Erholung im Euroraum bemerkbar. mehr auf iwd.de