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Die IG Metall hat die Verhandlungen schon im Vorfeld mit Warnstreiks und Streikdrohungen begleitet. Damit hat sie eine Lösung erschwert, denn diese Aktionen senden keine Signale der Kompromissbereitschaft, sondern der Konfrontation. Und Kompromisse sind nötig, da die IG Metall bisher noch keinen Millimeter von ihren Zusatzforderungen abgerückt ist, die beide in die unternehmerische Entscheidungsfreiheit eingreifen – die geforderte Übernahmegarantie für Auszubildende ebenso wie das Vetorecht der Betriebsräte in der Frage, ob Zeitarbeiter im Unternehmen arbeiten sollen.

Ob ein Kompromiss gelingt, der personalpolitische Freiräume wahrt und zugleich die Perspektiven der Betroffenen noch weiter verbessert, ist offen. Wichtiger als eine Übernahmegarantie ist es, dass angesichts wachsender Fachkräfteengpässe auch benachteiligte Jugendlichen gefördert werden - hier sind die Arbeitgeber bereit, auf regionaler Ebene jeweils zusammen mit der IG Metall geeignete Fördermodelle zu entwickeln.

Auch bei der Zeitarbeit haben die Arbeitgeber bereits Zugeständnisse gemacht: Die Bezahlung der Zeitarbeiter soll durch branchenspezifische Zuschläge angepasst werden. Um diese höheren Kosten auszugleichen, sollten allerdings die Arbeitszeiten der Stammbelegschaften flexibler gestaltet werden.

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Carsten Ruge M+E-Industrie: Neue Ausbildungschancen durch DigitalisierungArrow

Die zunehmende Digitalisierung verändert die Anforderungen an die Mitarbeiter in der M+E-Industrie. Um kompetente Fachkräfte ausbilden zu können, müssen die Inhalte der Berufe angepasst werden. Dazu haben die M+E-Arbeitgeber- und Industrieverbände sowie die Gewerkschaft IG Metall gemeinsame Handlungsempfehlungen entwickelt. mehr auf iwd.de

2. August 2017

Carsten Ruge M+E-Industrie bleibt Exportbranche Nummer einsArrow

Die wichtigste Exportbranche in Deutschland ist weiterhin die Metall- und Elektro-Industrie: Waren im Wert von 723 Milliarden Euro haben die M+E-Unternehmen 2016 im Ausland verkauft – 1 Prozent mehr als 2015. Damit hat sich der Zuwachs nach 3,2 Prozent im Jahr 2014 und 7,3 Prozent im Jahr 2015 allerdings deutlich verlangsamt. Größter Exportmarkt sind nach wie vor die USA, gefolgt von Frankreich und China. mehr auf iwd.de