M+E-Industrie Image
Quelle: Fotolia

Die IG Metall hat die Verhandlungen schon im Vorfeld mit Warnstreiks und Streikdrohungen begleitet. Damit hat sie eine Lösung erschwert, denn diese Aktionen senden keine Signale der Kompromissbereitschaft, sondern der Konfrontation. Und Kompromisse sind nötig, da die IG Metall bisher noch keinen Millimeter von ihren Zusatzforderungen abgerückt ist, die beide in die unternehmerische Entscheidungsfreiheit eingreifen – die geforderte Übernahmegarantie für Auszubildende ebenso wie das Vetorecht der Betriebsräte in der Frage, ob Zeitarbeiter im Unternehmen arbeiten sollen.

Ob ein Kompromiss gelingt, der personalpolitische Freiräume wahrt und zugleich die Perspektiven der Betroffenen noch weiter verbessert, ist offen. Wichtiger als eine Übernahmegarantie ist es, dass angesichts wachsender Fachkräfteengpässe auch benachteiligte Jugendlichen gefördert werden - hier sind die Arbeitgeber bereit, auf regionaler Ebene jeweils zusammen mit der IG Metall geeignete Fördermodelle zu entwickeln.

Auch bei der Zeitarbeit haben die Arbeitgeber bereits Zugeständnisse gemacht: Die Bezahlung der Zeitarbeiter soll durch branchenspezifische Zuschläge angepasst werden. Um diese höheren Kosten auszugleichen, sollten allerdings die Arbeitszeiten der Stammbelegschaften flexibler gestaltet werden.

Ansprechpartner

23. Juni 2017

Klaus-Heiner Röhl Rund um die Uhr bereitArrow

Durch flexible Produktionsformen laufen Maschinen immer länger, viele Unternehmen fertigen in Mehrschichtsystemen. Damit Unterbrechungen der Produktion vermieden werden, kommt der M+E-Branche Reparatur und Instandhaltung eine besondere Rolle zu: Die Anlagen werden rund um die Uhr gewartet und, wenn nötig, repariert. mehr auf iwd.de

9. Juni 2017

Klaus-Heiner Röhl M+E-Industrie 2016: Nur am Anfang stark Arrow

Die Bilanz der M+E-Industrie für das Jahr 2016 fällt durchwachsen aus. Zwar verzeichnete sie einen Produktionszuwachs von 1,5 Prozent, allerdings konnten die Unternehmen vom wachsenden privaten und öffentlichen Konsum in Deutschland nur bedingt profitieren. Außerdem bremste die politische Unsicherheit die Investitionen. Positiv machte sich unter anderem die weitere Erholung im Euroraum bemerkbar. mehr auf iwd.de

IW-Gewerkschaftsspiegel, 8. Juni 2017

Adam Giza Tarifbindung: Jeder Zweite bekommt TarifentgeltArrow

Zur Schätzung des Anteils tarifgebundener Arbeitnehmer in Deutschland wurde bisher auf das IAB-Betriebspanel und die Verdienststrukturerhebung zurückgegriffen. Mit dem Sozio-oekonomischen Panel steht nun eine dritte Datenbasis zur Verfügung. Danach wurde 2015 knapp jeder zweite Arbeitnehmer nach einem Tarifvertrag bezahlt. mehr