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Quelle: Pixelio

Die Australier sind verärgert, weil der Bau einer dritten Start- und Landebahn in London-Heathrow abgeblasen wurde und die britische Regierung noch eine Passagiersteuer plant. Letztere will allerdings auch die Bundesregierung einführen, was nicht gerade für Berlin als Ausweichquartier spricht. Zudem suchen die Luftfahrer aus Down Under eine geeignete Infrastruktur für ihren Megacarrier A 380. Der BBI wird nach diversen Verzögerungen bei Planung und Bau jedoch erst in zwei Jahren startklar sein.

Dass Berlin vorerst kaum die Rolle als Drehkreuz übernehmen dürfte, liegt auch am deutschen Planungsrecht, das eine Kapazitätsplanung auf Zuwachs behindert. So wird der Flughafen BBI für 27 Millionen Passagiere ausgelegt, obwohl voraussichtlich schon im laufenden Jahr 22 Millionen Fluggäste auf den beiden Berliner Airports abgefertigt werden. Kurz nach der Fertigstellung Mitte 2012 dürfte also bereits die Diskussion um eine Erweiterung losgehen – bis zu deren Umsetzung aber 15 oder 20 Jahre vergehen können, wie die Erfahrung lehrt.

In München läuft derzeit die Planung für eine dritte Start- und Landebahn, nachdem der vor 18 Jahren von vielen für überdimensioniert gehaltene neue Flughafen aus allen Nähten platzt. Auch beim BBI setzt man auf ein 2-Bahnen-Konzept, statt die vorhandene Nordbahn des Flughafens Schönefeld für kleinere Maschinen weiter zu nutzen. Die alternative Lösung, den stadtnahen Flughafen Tegel offen zu halten, ist rechtlich nicht realisierbar und wird von der Politik auch nicht gewünscht. Statt zum Drehkreuz zu werden, wird Berlin also wohl weiterhin ein wichtiger Standort für Billigflieger bleiben, der bei Städtereisen punktet.

CO2-Regulierung des Straßenverkehrs in Europa – ein Kompendium
Gutachten, 10. Mai 2017

Thomas Puls CO2-Regulierung des Straßenverkehrs in EuropaArrow

Der Verkehrssektor steht bei der Dekarbonisierung vor besonderen Herausforderungen, denn der Bedarf an Mobilität von Personen und Gütern nimmt global rasant zu, vor allem in den aufstrebenden Schwellenländern. Aufgrund seiner Schlüsselstellung für die Mobilität wird die künftige Kohlendioxid-Regulierung von Pkw und Lkw eine gewichtige Rolle für die Klimapolitik spielen. mehr

IW-Kurzbericht, 26. Januar 2017

Galina Kolev / Thomas Puls Trumponomics und die deutsche AutoindustrieArrow

Die deutsche Wirtschaft blickt der Amtszeit des neuen US-Präsidenten Donald Trump mit gemischten Gefühlen entgegen. Die Vorteile für die deutsche Wirtschaft, die aus den geplanten Steuersenkungen und dem Infrastrukturprogramm zu erwarten sind, dürften bei weitem durch die Gefahren überschattet werden, sollte seine handelspolitische Strategie umgesetzt werden und zu einer Trendwende bei der globalen Handelspolitik führen. Ein sich global ausbreitender Protektionismus wäre Gift für das deutsche Exportmodell. Für die Autoindustrie bestehen da besondere Risiken. mehr

Rührei-Prinzip wird GdF zum Verhängnis
Gewerkschaftsspiegel, 30. November 2016

Volker Rieble Arbeitskampfrechtsprechung: Rührei-Prinzip wird GdF zum VerhängnisArrow

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat in zwei Entscheidungen vom 25.8.2015 das Arbeitskampfrecht weiterentwickelt – jeweils am Streik der Fluglotsen (1 AZR 875/13 und 1 AZR 754/13). Am 26.7.2016 ist die dritte Lotsenstreik-Entscheidung ergangen (1 AZR 160/14), mit der seit längerer Zeit einmal wieder ein Streik für rechtswidrig erkannt und hieraus eine Schadensersatzpflicht der streikenden Gewerkschaft abgeleitet worden ist. mehr