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Der Weltluftfahrtverband IATA erwartet bis 2014 eine Zunahme der globalen Passagierzahl um 25 Prozent auf 3,3 Milliarden. Die Krise hat dabei sogar als Katalysator gedient – für die Verschiebung nach Osten. Denn während der Flugverkehr in Europa und Nordamerika einbrach, verminderte sich das Wachstum in Fernost nur kurz. Von den 800 Millionen zusätzlichen Fluggästen bis 2014 soll denn auch fast die Hälfte auf asiatischen Airports einchecken.

Zum Flaschenhals könnte dabei die Infrastruktur werden: Obwohl Genehmigung und Bau von Flughäfen weit zügiger als in Deutschland vonstatten gehen, droht vielerorts eine Überlastung. Peking besitzt einen der größten und neuesten Flughäfen der Welt mit einer Kapazität von 70 Millionen Passagieren jährlich. Doch bereits in diesem Jahr werden wohl mehr Reisende von dort abheben wollen. Nun ist in Peking ein weiterer Großflughafen geplant, der aber eigentlich sofort benötigt wird.

Der Ausbau der führenden deutschen Flughäfen in Frankfurt, München und Berlin kommt daher gerade zur rechten Zeit, um vom wachsenden Asienverkehr zu profitieren. Der malaysische Billigflieger Air Asia X möchte nach Paris und London gern auch Deutschland anfliegen und zieht dabei den neuen Hauptstadt-Airport Berlin-Brandenburg International in Erwägung.

15. September 2017

Klaus-Heiner Röhl Schicksalstage für den deutschen LuftverkehrArrow

Nach der Bundestagswahl will der Gläubigerausschuss entscheiden, an wen Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin nach ihrem Insolvenzantrag verkauft wird. Der Markt ist im Umbruch – dank der Liberalisierung des europäischen Luftverkehrs wird es aber wohl auch dann keine großen Preissprünge auf innerdeutschen Flügen geben, wenn die Lufthansa den Zuschlag bekommt. mehr auf iwd.de

Air Berlin
IW-Nachricht, 15. September 2017

Klaus-Heiner Röhl Air Berlin: Wettbewerb muss erhalten bleibenArrow

Am Freitagnachmittag endete die Bieterfrist für Übernahmeinteressenten der insolventen Airline Air Berlin. Angesichts der Situation der seit Jahren defizitären Fluggesellschaft und der Strukturen im Luftverkehr dürfte die Anzahl ernsthafter Interessenten überschaubar sein. Das sollte aber nicht zu weniger Wettbewerb am Himmel führen. mehr

Air Berlin: Eine Frage der Moral
IW-Nachricht, 13. September 2017

Hagen Lesch Air Berlin: Eine Frage der MoralArrow

Die Krankmeldungen von Piloten bei der Fluggesellschaft Air Berlin setzen sich fort. Dadurch schaden sie nicht nur dem Unternehmen und unbeteiligten Kunden der Fluggesellschaft, sondern auch sich selbst. Denn für potenzielle künftige Arbeitgeber ist das ein fatales Signal. mehr