Luftfahrtschau Le Bourge Image
Quelle: Fotolia

Die Luft- und Raumfahrtindustrie ist eine hoch innovative und wertschöpfungsstarke Industriebranche, die zu den wenigen Industriezweigen zählt, in denen es nicht nur in Deutschland erfolgreiche Branchencluster gibt, sondern auch in Frankreich und Großbritannien. Durch ihre sehr langfristigen Bestellzyklen ist die Branche zudem optimal geeignet, um die üblichen Konjunkturzyklen zu glätten. So ist die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie sogar im Krisenjahr 2009 gewachsen. Zwar mussten einige Fluggesellschaften Aufträge stornieren, doch meist lagen die Liefertermine ohnehin Jahre in der Zukunft. So bildet die Branche auch heute einen Stabilitätsanker in der europäischen Krise.

Großbestellungen für über 100 oder sogar mehr als 200 neue Flugzeuge, wie sie die Lufthansa oder Easyjet tätigen, umfassen Auslieferungen über mehrere Jahre, die zudem – etwa beim neuen Sparflieger A320neo – frühestens 2015 beginnen. Zwar müssen die Hersteller Preisnachlässe gewähren, sie erhalten dafür aber eine hohe Planungssicherheit und können in neue Fertigungstechnologien investieren, die den Flugzeugbau immer näher an das effiziente Produktionssystem der Autoindustrie heranbringen. Damit – und mit ständigen Verbesserungen zur Spriteinsparung - kann der technologische Vorsprung gegenüber den neuen Konkurrenten aus China, Brasilien und Russland gehalten werden. Dort sind die Löhne zwar niedriger, die Effizienz der Herstellung lässt aber – noch – zu wünschen übrig.

Ansprechpartner

15. September 2017

Klaus-Heiner Röhl Schicksalstage für den deutschen LuftverkehrArrow

Nach der Bundestagswahl will der Gläubigerausschuss entscheiden, an wen Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin nach ihrem Insolvenzantrag verkauft wird. Der Markt ist im Umbruch – dank der Liberalisierung des europäischen Luftverkehrs wird es aber wohl auch dann keine großen Preissprünge auf innerdeutschen Flügen geben, wenn die Lufthansa den Zuschlag bekommt. mehr auf iwd.de

Air Berlin
IW-Nachricht, 15. September 2017

Klaus-Heiner Röhl Air Berlin: Wettbewerb muss erhalten bleibenArrow

Am Freitagnachmittag endete die Bieterfrist für Übernahmeinteressenten der insolventen Airline Air Berlin. Angesichts der Situation der seit Jahren defizitären Fluggesellschaft und der Strukturen im Luftverkehr dürfte die Anzahl ernsthafter Interessenten überschaubar sein. Das sollte aber nicht zu weniger Wettbewerb am Himmel führen. mehr

Air Berlin: Eine Frage der Moral
IW-Nachricht, 13. September 2017

Hagen Lesch Air Berlin: Eine Frage der MoralArrow

Die Krankmeldungen von Piloten bei der Fluggesellschaft Air Berlin setzen sich fort. Dadurch schaden sie nicht nur dem Unternehmen und unbeteiligten Kunden der Fluggesellschaft, sondern auch sich selbst. Denn für potenzielle künftige Arbeitgeber ist das ein fatales Signal. mehr