Luftfahrtschau Le Bourge Image
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Die Luft- und Raumfahrtindustrie ist eine hoch innovative und wertschöpfungsstarke Industriebranche, die zu den wenigen Industriezweigen zählt, in denen es nicht nur in Deutschland erfolgreiche Branchencluster gibt, sondern auch in Frankreich und Großbritannien. Durch ihre sehr langfristigen Bestellzyklen ist die Branche zudem optimal geeignet, um die üblichen Konjunkturzyklen zu glätten. So ist die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie sogar im Krisenjahr 2009 gewachsen. Zwar mussten einige Fluggesellschaften Aufträge stornieren, doch meist lagen die Liefertermine ohnehin Jahre in der Zukunft. So bildet die Branche auch heute einen Stabilitätsanker in der europäischen Krise.

Großbestellungen für über 100 oder sogar mehr als 200 neue Flugzeuge, wie sie die Lufthansa oder Easyjet tätigen, umfassen Auslieferungen über mehrere Jahre, die zudem – etwa beim neuen Sparflieger A320neo – frühestens 2015 beginnen. Zwar müssen die Hersteller Preisnachlässe gewähren, sie erhalten dafür aber eine hohe Planungssicherheit und können in neue Fertigungstechnologien investieren, die den Flugzeugbau immer näher an das effiziente Produktionssystem der Autoindustrie heranbringen. Damit – und mit ständigen Verbesserungen zur Spriteinsparung - kann der technologische Vorsprung gegenüber den neuen Konkurrenten aus China, Brasilien und Russland gehalten werden. Dort sind die Löhne zwar niedriger, die Effizienz der Herstellung lässt aber – noch – zu wünschen übrig.

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CO2-Regulierung des Straßenverkehrs in Europa – ein Kompendium
Gutachten, 10. Mai 2017

Thomas Puls CO2-Regulierung des Straßenverkehrs in EuropaArrow

Der Verkehrssektor steht bei der Dekarbonisierung vor besonderen Herausforderungen, denn der Bedarf an Mobilität von Personen und Gütern nimmt global rasant zu, vor allem in den aufstrebenden Schwellenländern. Aufgrund seiner Schlüsselstellung für die Mobilität wird die künftige Kohlendioxid-Regulierung von Pkw und Lkw eine gewichtige Rolle für die Klimapolitik spielen. mehr

IW-Kurzbericht, 26. Januar 2017

Galina Kolev / Thomas Puls Trumponomics und die deutsche AutoindustrieArrow

Die deutsche Wirtschaft blickt der Amtszeit des neuen US-Präsidenten Donald Trump mit gemischten Gefühlen entgegen. Die Vorteile für die deutsche Wirtschaft, die aus den geplanten Steuersenkungen und dem Infrastrukturprogramm zu erwarten sind, dürften bei weitem durch die Gefahren überschattet werden, sollte seine handelspolitische Strategie umgesetzt werden und zu einer Trendwende bei der globalen Handelspolitik führen. Ein sich global ausbreitender Protektionismus wäre Gift für das deutsche Exportmodell. Für die Autoindustrie bestehen da besondere Risiken. mehr

Rührei-Prinzip wird GdF zum Verhängnis
IW-Gewerkschaftsspiegel, 30. November 2016

Volker Rieble Arbeitskampfrechtsprechung: Rührei-Prinzip wird GdF zum VerhängnisArrow

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat in zwei Entscheidungen vom 25.8.2015 das Arbeitskampfrecht weiterentwickelt – jeweils am Streik der Fluglotsen (1 AZR 875/13 und 1 AZR 754/13). Am 26.7.2016 ist die dritte Lotsenstreik-Entscheidung ergangen (1 AZR 160/14), mit der seit längerer Zeit einmal wieder ein Streik für rechtswidrig erkannt und hieraus eine Schadensersatzpflicht der streikenden Gewerkschaft abgeleitet worden ist. mehr