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Vor zwei Jahren konnte Airbus in Le Bourget noch 680 Aufträge und Optionen verzeichnen, mehr als eine Jahresproduktion. Im laufenden Jahr sind eher Stornierungen das Thema; abzüglich der gestrichenen Aufträge konnte der europäische Luftfahrtkonzern bis Ende Mai ganze 11 Maschinen an den Kunden bringen; der US-Konkurrent Boeing sogar nur 7 Flieger. Diese Zahlen überzeichnen allerdings die Lage, denn mit einem Auftragspolster von jeweils etwa 3.500 Maschinen bei Airbus und Boeing sind die Fertigungslinien noch für vier Jahre auslastet. Und die großen Airlines verhandeln lieber über eine Verschiebung der Lieferungen, statt die neuen Maschinen ganz zu stornieren: Die Erfahrung lehrt, dass im Aufschwung das Fertigungspotenzial der zwei Anbieter schnell auf Jahre hinaus ausgelastet ist, so dass neues energiesparendes Fluggerät dann nur mit Wartefristen zu bekommen ist. Erst eine lange Krise, in der die Fluggesellschaften auch den Riesenairbus A380 oder den B787 Dreamliner abbestellen, könnte die Produzenten in die Bredouille bringen. Aktuell halten aber gerade die Kunden der beiden modernen Sparflieger an ihren Aufträgen fest.

CO2-Regulierung des Straßenverkehrs in Europa – ein Kompendium
Gutachten, 10. Mai 2017

Thomas Puls CO2-Regulierung des Straßenverkehrs in EuropaArrow

Der Verkehrssektor steht bei der Dekarbonisierung vor besonderen Herausforderungen, denn der Bedarf an Mobilität von Personen und Gütern nimmt global rasant zu, vor allem in den aufstrebenden Schwellenländern. Aufgrund seiner Schlüsselstellung für die Mobilität wird die künftige Kohlendioxid-Regulierung von Pkw und Lkw eine gewichtige Rolle für die Klimapolitik spielen. mehr

IW-Kurzbericht, 26. Januar 2017

Galina Kolev / Thomas Puls Trumponomics und die deutsche AutoindustrieArrow

Die deutsche Wirtschaft blickt der Amtszeit des neuen US-Präsidenten Donald Trump mit gemischten Gefühlen entgegen. Die Vorteile für die deutsche Wirtschaft, die aus den geplanten Steuersenkungen und dem Infrastrukturprogramm zu erwarten sind, dürften bei weitem durch die Gefahren überschattet werden, sollte seine handelspolitische Strategie umgesetzt werden und zu einer Trendwende bei der globalen Handelspolitik führen. Ein sich global ausbreitender Protektionismus wäre Gift für das deutsche Exportmodell. Für die Autoindustrie bestehen da besondere Risiken. mehr

Rührei-Prinzip wird GdF zum Verhängnis
Gewerkschaftsspiegel, 30. November 2016

Volker Rieble Arbeitskampfrechtsprechung: Rührei-Prinzip wird GdF zum VerhängnisArrow

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat in zwei Entscheidungen vom 25.8.2015 das Arbeitskampfrecht weiterentwickelt – jeweils am Streik der Fluglotsen (1 AZR 875/13 und 1 AZR 754/13). Am 26.7.2016 ist die dritte Lotsenstreik-Entscheidung ergangen (1 AZR 160/14), mit der seit längerer Zeit einmal wieder ein Streik für rechtswidrig erkannt und hieraus eine Schadensersatzpflicht der streikenden Gewerkschaft abgeleitet worden ist. mehr