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Auf den ersten Blick haben die Bedenkenträger zwar Recht. Tatsächlich möchte Airbus durch die Einbindung chinesischer Partner die Produktionskosten senken, während dem Reich der Mitte an europäischer Hochtechnologie gelegen ist. Auf den zweiten Blick sieht die Sache jedoch schon anders aus: Die Endmontage der A320, die vor einem Vierteljahrhundert entwickelt wurde, bietet wenig Einblick in die Flugzeugtechnologie von morgen. Stattdessen ist sie für Airbus ein Türöffner für den gewaltigen chinesischen Markt, wo im nächsten Jahrzehnt mindestens 2.500 neue Jets benötigt werden.

Wer vor Ort produziert, hat angesichts des Staatseinflusses auf die Bestellungen der Airlines bessere Karten. Und mit vier Maschinen pro Monat ab 2011 berühren die Chinesen die Fertigung in Hamburg und Toulouse nur am Rande. In Europa werden nämlich pro Monat 34 Flieger der A320-Familie montiert. Hinzu kommt, dass die Europäer auch im aktuellen Krisenjahr schon wieder etwa 150 Flieger verkaufen konnten – das Auftragspolster ist im Gegensatz zu anderen Branchen noch kaum abgeschmolzen und reicht für fünf Jahre.

Technologisch bedeutsamer ist zudem die Einbindung chinesischer Partner beim Zukunftsflieger A350. Angesichts von Entwicklungskosten jenseits der 10-Milliarden-Euro-Grenze ist ein solches Projekt aber ohnehin nur noch in internationaler Kooperation zu stemmen, und chinesische Fluggesellschaften dürften ein Hauptkunde des Großraumjets werden.

CO2-Regulierung des Straßenverkehrs in Europa – ein Kompendium
Gutachten, 10. Mai 2017

Thomas Puls CO2-Regulierung des Straßenverkehrs in EuropaArrow

Der Verkehrssektor steht bei der Dekarbonisierung vor besonderen Herausforderungen, denn der Bedarf an Mobilität von Personen und Gütern nimmt global rasant zu, vor allem in den aufstrebenden Schwellenländern. Aufgrund seiner Schlüsselstellung für die Mobilität wird die künftige Kohlendioxid-Regulierung von Pkw und Lkw eine gewichtige Rolle für die Klimapolitik spielen. mehr

IW-Kurzbericht, 26. Januar 2017

Galina Kolev / Thomas Puls Trumponomics und die deutsche AutoindustrieArrow

Die deutsche Wirtschaft blickt der Amtszeit des neuen US-Präsidenten Donald Trump mit gemischten Gefühlen entgegen. Die Vorteile für die deutsche Wirtschaft, die aus den geplanten Steuersenkungen und dem Infrastrukturprogramm zu erwarten sind, dürften bei weitem durch die Gefahren überschattet werden, sollte seine handelspolitische Strategie umgesetzt werden und zu einer Trendwende bei der globalen Handelspolitik führen. Ein sich global ausbreitender Protektionismus wäre Gift für das deutsche Exportmodell. Für die Autoindustrie bestehen da besondere Risiken. mehr

Rührei-Prinzip wird GdF zum Verhängnis
IW-Gewerkschaftsspiegel, 30. November 2016

Volker Rieble Arbeitskampfrechtsprechung: Rührei-Prinzip wird GdF zum VerhängnisArrow

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat in zwei Entscheidungen vom 25.8.2015 das Arbeitskampfrecht weiterentwickelt – jeweils am Streik der Fluglotsen (1 AZR 875/13 und 1 AZR 754/13). Am 26.7.2016 ist die dritte Lotsenstreik-Entscheidung ergangen (1 AZR 160/14), mit der seit längerer Zeit einmal wieder ein Streik für rechtswidrig erkannt und hieraus eine Schadensersatzpflicht der streikenden Gewerkschaft abgeleitet worden ist. mehr