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Beruf, Branche, Babypausen, Bildungsstand – es sind viele Faktoren, die die Differenz von Löhnen zwischen Männern und Frauen erklären. Nur ein Durchschnittswert der Zahlen sagt nicht viel. Die EU-Kommission plant daher, zukünftig auf europäischer Ebene und auf Basis der nationalen Verdienststrukturerhebungen neben einer durchschnittlichen Lohnlücke zumindest auch eine um Alter, Wirtschaftszweig und Bildungsniveau bereinigte Lohnlücke auszuweisen. Das bedeutet, es wird rechnerisch der Lohnunterschied von Frauen und Männern desselben Alters, der gleichen Branche und mit denselben Bildungsabschlüssen verglichen.

Dies ist umso wichtiger, da allzu oft von der durchschnittlichen Lücke auf das Ausmaß an Diskriminierung geschlossen wird. Mit der Einführung der bereinigten Lohndifferenz als Maß für die Ungleichheit ist ein erster Schritt in die richtige Richtung getan. Allerdings müssten die Statistiker noch weitere Merkmale einbeziehen wie etwa den genauen Beruf, die Zahl der Arbeitsstunden und nach Möglichkeit auch die Zahl und Länge der Erwerbspausen, um dem „wahren“ Lohnabstand noch näher zu kommen.

Deutschlands Mittelschicht ist stabil – gehören Sie dazu?
Gastbeitrag, 15. März 2017

Michael Hüther auf welt.de Deutschlands Mittelschicht ist stabil – gehören Sie dazu?Arrow

Der deutschen Mittelschicht ergeht es angeblich schlecht: schrumpfen soll sie, erodieren oder gar zerbrechen. Doch ein nüchterner Blick auf die Zahlen des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigt ein anderes Bild. Ein Gastbeitrag IW-Direktor Michael Hüther auf welt.de. mehr

8. März 2017

Frauenquote Dieser Weg wird steinig und schwerArrow

Seit Januar 2016 müssen in Deutschland börsennotierte Unternehmen freie Aufsichtsratsposten mit Frauen besetzen, bis ihr Anteil in diesem Gremium 30 Prozent ausmacht. Darüber hinaus gilt für die Privatwirtschaft und den öffentlichen Dienst das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen an Führungspositionen – mit dem Ziel der Geschlechterparität. In den vergangenen beiden Jahren haben es zwar mehr Frauen in Aufsichtsräte, Vorstände und Leitungsstellen geschafft, aber bis hier ein Gleichgewicht erreicht ist, dürften noch einige Jahrzehnte vergehen. mehr auf iwd.de

IW-Kurzbericht, 8. März 2017

Wido Geis Töchter arbeiten weniger im Haushalt mitArrow

Mädchen im Teenageralter verbringen heute weniger Zeit mit Hausarbeit als noch vor zehn Jahren. Lag der Anteil der 15- bis 17-Jährigen, die im Schnitt über 45 Minuten am Tag mithelfen, zu Beginn des neuen Jahrtausends bei 68,2 Prozent, so sind es heute nur noch 45,7 Prozent. Damit haben die geschlechterspezifischen Rollenunterschiede der Kinder in der Familie deutlich abgenommen. mehr