Lohnungleichheit Image
Quelle: Fotolia

Beruf, Branche, Babypausen, Bildungsstand – es sind viele Faktoren, die die Differenz von Löhnen zwischen Männern und Frauen erklären. Nur ein Durchschnittswert der Zahlen sagt nicht viel. Die EU-Kommission plant daher, zukünftig auf europäischer Ebene und auf Basis der nationalen Verdienststrukturerhebungen neben einer durchschnittlichen Lohnlücke zumindest auch eine um Alter, Wirtschaftszweig und Bildungsniveau bereinigte Lohnlücke auszuweisen. Das bedeutet, es wird rechnerisch der Lohnunterschied von Frauen und Männern desselben Alters, der gleichen Branche und mit denselben Bildungsabschlüssen verglichen.

Dies ist umso wichtiger, da allzu oft von der durchschnittlichen Lücke auf das Ausmaß an Diskriminierung geschlossen wird. Mit der Einführung der bereinigten Lohndifferenz als Maß für die Ungleichheit ist ein erster Schritt in die richtige Richtung getan. Allerdings müssten die Statistiker noch weitere Merkmale einbeziehen wie etwa den genauen Beruf, die Zahl der Arbeitsstunden und nach Möglichkeit auch die Zahl und Länge der Erwerbspausen, um dem „wahren“ Lohnabstand noch näher zu kommen.

26. September 2017

Judith Niehues / Martin Beznoska Vermögen: Auf die Rente kommt es anArrow

Häufig wird in der deutschen Gerechtigkeitsdebatte auf die relativ hohe Vermögensungleichheit verwiesen. Wie ein internationaler Vergleich zeigt, ist diese Ungleichheit allerdings nichts Ungewöhnliches: Sie ist meist dort besonders hoch, wo der Staat über ausgeprägte Sicherungssysteme verfügt – wie die Bundesrepublik. mehr auf iwd.de

Seit 2005 hat sich die Einkommensschere nicht weiter geöffnet
Interview, 21. September 2017

Judith Niehues im General-Anzeiger Bonn Seit 2005 hat sich die Einkommensschere nicht weiter geöffnetArrow

Ein „bedingungsloses Kapitaleinkommen“ für alle Bürger steht seit Längerem zur Debatte. Es soll die soziale Ungleichheit bekämpfen. Die soziale Ungleichheit habe nur zeitweise zugenommen, sagt die Ökonomin Judith Niehues vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln. mehr

Gastbeitrag, 4. September 2017

Judith Niehues auf Zeit Online Die Mittelschicht ist stabiler als ihr RufArrow

Im Wahlkampf kommt die Debatte über die Mittelschicht wieder hoch. Ob sie schrumpft, ist eine Frage der Definition, und davon gibt es viele. Halten wir uns an die Fakten. Ein Gastbeitrag von IW-Ökonomin Judith Niehues, erschienen auf Zeit Online. mehr