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Beruf, Branche, Babypausen, Bildungsstand – es sind viele Faktoren, die die Differenz von Löhnen zwischen Männern und Frauen erklären. Nur ein Durchschnittswert der Zahlen sagt nicht viel. Die EU-Kommission plant daher, zukünftig auf europäischer Ebene und auf Basis der nationalen Verdienststrukturerhebungen neben einer durchschnittlichen Lohnlücke zumindest auch eine um Alter, Wirtschaftszweig und Bildungsniveau bereinigte Lohnlücke auszuweisen. Das bedeutet, es wird rechnerisch der Lohnunterschied von Frauen und Männern desselben Alters, der gleichen Branche und mit denselben Bildungsabschlüssen verglichen.

Dies ist umso wichtiger, da allzu oft von der durchschnittlichen Lücke auf das Ausmaß an Diskriminierung geschlossen wird. Mit der Einführung der bereinigten Lohndifferenz als Maß für die Ungleichheit ist ein erster Schritt in die richtige Richtung getan. Allerdings müssten die Statistiker noch weitere Merkmale einbeziehen wie etwa den genauen Beruf, die Zahl der Arbeitsstunden und nach Möglichkeit auch die Zahl und Länge der Erwerbspausen, um dem „wahren“ Lohnabstand noch näher zu kommen.

27. April 2017

Girls' Day „Lass es mich tun und ich werde es verstehen.“Arrow

Heute ist Girls‘ Day. Inzwischen öffnen Unternehmen und Hochschulen schon zum 13. Mal ihre Pforten für den „Mädchen-Zukunftstag“. Ziel ist es, junge Frauen an technische und naturwissenschaftliche Berufe heranzuführen. Oliver Koppel, Bildungsökonom im Institut der deutschen Wirtschaft Köln, hält den Girls‘ Day jedoch lediglich für einen ersten Schritt – erfolgversprechender seien zum Beispiel längerfristig angelegte Schülerkollegs. mehr auf iwd.de

IW-Trends, 12. April 2017

Michael Grömling Entwicklung der makroökonomischen Einkommensverteilung in DeutschlandArrow

Zunehmende Ungleichheit wird für Wachstumsprobleme und eine politische Polarisierung in einer Reihe von fortgeschrittenen Volkswirtschaften verantwortlich gemacht. In einer Studie hat das IW Köln nun die funktionelle Einkommensverteilung in Deutschland untersucht. Damit soll die Frage, ob sich im makroökonomischen Produktionsprozess die Einkommensentstehung weg von den Arbeitseinkommen entwickelt hat, empirisch beantwortet werden. mehr

Lohnquote weitgehend stabil
IW-Pressemitteilung, 12. April 2017

Arbeits- und Kapitaleinkommen Lohnquote weitgehend stabilArrow

In der Debatte um ein Auseinanderdriften von Arm und Reich ist in letzter Zeit auch immer wieder eine These aufgekommen: Arbeitseinkommen würden im Vergleich zu Kapitaleinkommen zunehmend an Bedeutung verlieren. Eine Studie des IW Köln kommt zu einem anderen Ergebnis. Der Anteil am Gesamteinkommen, den Arbeitnehmer erwirtschaften, ist in Deutschland weitgehend stabil. mehr