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Betrachtet man den Lohn von Frauen und Männern, muss man auch wirklich gleiche Verhältnisse miteinander vergleichen – und schon ändern sich die Differenzen etwas: Vollzeiterwerbstätige Frauen, die dieselbe Qualifikation aufweisen und in denselben Branchen tätig sind wie ihre männlichen Kollegen, müssen durchschnittlich etwa 12 Prozent weniger Geld in Kauf nehmen.

Allgemeine Vergleiche der Frauen- und Männerverdienste vernachlässigen häufig, dass Frauen beispielsweise verstärkt in Branchen arbeiten, in denen nicht selten geringere Durchschnittslöhne gezahlt werden. Hinzu kommen unterschiedliche Bildungsabschlüsse. Außerdem arbeiten Männer häufiger Vollzeit. Die IW-Berechnungen zeigen zudem, dass Frauen ohne Kinder oder Frauen mit Kindern geringere Lohneinbußen aufweisen, wenn sie rasch wieder in den Arbeitsmarkt zurückkehren, als Frauen mit langen Erwerbspausen. Will die Politik den Lohnabstand verringern, sollte sie beispielsweise mehr Kinderbetreuungsplätze anbieten und so die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter fördern.

27. April 2017

Girls' Day „Lass es mich tun und ich werde es verstehen“Arrow

Heute ist Girls‘ Day. Inzwischen öffnen Unternehmen und Hochschulen schon zum 17. Mal ihre Pforten für den „Mädchen-Zukunftstag“. Ziel ist es, junge Frauen an technische und naturwissenschaftliche Berufe heranzuführen. Oliver Koppel, Bildungsökonom im Institut der deutschen Wirtschaft Köln, hält den Girls‘ Day jedoch lediglich für einen ersten Schritt – erfolgversprechender seien zum Beispiel längerfristig angelegte Schülerkollegs. mehr auf iwd.de

8. März 2017

Frauenquote Dieser Weg wird steinig und schwerArrow

Seit Januar 2016 müssen in Deutschland börsennotierte Unternehmen freie Aufsichtsratsposten mit Frauen besetzen, bis ihr Anteil in diesem Gremium 30 Prozent ausmacht. Darüber hinaus gilt für die Privatwirtschaft und den öffentlichen Dienst das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen an Führungspositionen – mit dem Ziel der Geschlechterparität. In den vergangenen beiden Jahren haben es zwar mehr Frauen in Aufsichtsräte, Vorstände und Leitungsstellen geschafft, aber bis hier ein Gleichgewicht erreicht ist, dürften noch einige Jahrzehnte vergehen. mehr auf iwd.de

IW-Kurzbericht, 8. März 2017

Wido Geis Töchter arbeiten weniger im Haushalt mitArrow

Mädchen im Teenageralter verbringen heute weniger Zeit mit Hausarbeit als noch vor zehn Jahren. Lag der Anteil der 15- bis 17-Jährigen, die im Schnitt über 45 Minuten am Tag mithelfen, zu Beginn des neuen Jahrtausends bei 68,2 Prozent, so sind es heute nur noch 45,7 Prozent. Damit haben die geschlechterspezifischen Rollenunterschiede der Kinder in der Familie deutlich abgenommen. mehr