Lohngefälle Image
Quelle: Fotolia

Betrachtet man den Lohn von Frauen und Männern, muss man auch wirklich gleiche Verhältnisse miteinander vergleichen – und schon ändern sich die Differenzen etwas: Vollzeiterwerbstätige Frauen, die dieselbe Qualifikation aufweisen und in denselben Branchen tätig sind wie ihre männlichen Kollegen, müssen durchschnittlich etwa 12 Prozent weniger Geld in Kauf nehmen.

Allgemeine Vergleiche der Frauen- und Männerverdienste vernachlässigen häufig, dass Frauen beispielsweise verstärkt in Branchen arbeiten, in denen nicht selten geringere Durchschnittslöhne gezahlt werden. Hinzu kommen unterschiedliche Bildungsabschlüsse. Außerdem arbeiten Männer häufiger Vollzeit. Die IW-Berechnungen zeigen zudem, dass Frauen ohne Kinder oder Frauen mit Kindern geringere Lohneinbußen aufweisen, wenn sie rasch wieder in den Arbeitsmarkt zurückkehren, als Frauen mit langen Erwerbspausen. Will die Politik den Lohnabstand verringern, sollte sie beispielsweise mehr Kinderbetreuungsplätze anbieten und so die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter fördern.

8. März 2017

Frauenquote Dieser Weg wird steinig und schwerArrow

Seit Januar 2016 müssen in Deutschland börsennotierte Unternehmen freie Aufsichtsratsposten mit Frauen besetzen, bis ihr Anteil in diesem Gremium 30 Prozent ausmacht. Darüber hinaus gilt für die Privatwirtschaft und den öffentlichen Dienst das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen an Führungspositionen – mit dem Ziel der Geschlechterparität. In den vergangenen beiden Jahren haben es zwar mehr Frauen in Aufsichtsräte, Vorstände und Leitungsstellen geschafft, aber bis hier ein Gleichgewicht erreicht ist, dürften noch einige Jahrzehnte vergehen. mehr auf iwd.de

IW-Kurzbericht, 8. März 2017

Wido Geis Töchter arbeiten weniger im Haushalt mitArrow

Mädchen im Teenageralter verbringen heute weniger Zeit mit Hausarbeit als noch vor zehn Jahren. Lag der Anteil der 15- bis 17-Jährigen, die im Schnitt über 45 Minuten am Tag mithelfen, zu Beginn des neuen Jahrtausends bei 68,2 Prozent, so sind es heute nur noch 45,7 Prozent. Damit haben die geschlechterspezifischen Rollenunterschiede der Kinder in der Familie deutlich abgenommen. mehr

Arbeitszeitwünsche von Frauen und Männern
IW-Kurzbericht, 17. Januar 2017

Holger Schäfer / Jörg Schmidt Arbeitszeitwünsche von Frauen und MännernArrow

Frauen und Männer haben unterschiedliche Präferenzen hinsichtlich des Umfangs ihrer Arbeitszeit. Eine Auswertung des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) verdeutlicht, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine zentrale Ursache für divergierende Arbeitszeitwünsche darstellt. Allerdings unterscheiden sich die Wunscharbeitszeiten auch bei Frauen und Männern ohne Betreuungspflichten noch deutlich. mehr