Die ökonomische Weisheit auf den Kopf gestellt Image
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Deutschland hat mehr als ein Jahrzehnt maßvoller Lohnabschlüsse und Arbeitsmarktreformen gebraucht, um seine lohnpolitischen Sünden vom Anfang der 1990er-Jahre auszugleichen. So wurden aus mehr als fünf Millionen Arbeitslosen weniger als drei, die deutsche Industrie ist international wettbewerbsfähig und der Industriebeschäftigtenanteil um das 1,2-fache höher als in Frankreich und um das 1,8-fache höher als im Vereinigten Königreich.

All das schafft und sichert Kaufkraft und stimuliert die Nachfrage – auch nach Gütern aus anderen EU-Staaten. Mitten in der aktuellen Konjunkturdelle Lohnforderungen mit einem Aufschlag zu verknüpfen, mit denen die deutsche Wettbewerbsfähigkeit gezielt verschlechtert werden soll, hilft deshalb niemandem. Ein entsprechendes Handeln würde entweder eine Lohn-Preis-Spirale in Gang setzten, die den realen Kaufkraftzuwachs aufzehrt. Oder die Nachfrage nach verteuerten deutschen Produkten ginge zurück, was gut bezahlte Jobs gefährdet. Beides hätte verheerende Konsequenzen für das europäische Ausland. Denn dem gingen zahlungskräftige Abnehmer für Güter und Dienstleistungen verloren.

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IW-Report
IW-Report, 22. Mai 2017

Hagen Lesch Mindestlohn und TarifgeschehenArrow

Seit Anfang 2015 gilt in Deutschland ein gesetzlicher Mindestlohn. Um die Auswirkungen auf das Tarifgeschehen zu untersuchen, hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln Experten aus acht Branchen befragt, die unmittelbar vom Mindestlohn betroffen sind. mehr

IW-Pressemitteilung, 22. Mai 2017

Hagen Lesch Branchenbefragung: Mindestlohn statt TariflohnArrow

Der Mindestlohn hat die Tarifverhandlungen komplizierter gemacht und manchen Tariflohn verdrängt. Wie eine Befragung von acht Branchenverbänden durch das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt, sehen einige Verbände darin einen erheblichen Eingriff in die Tarifautonomie. mehr

9. Mai 2017

Kommentar von Margarete Haase „Ist NRW ein Industrieland oder ein Naturschutzreservat?“Arrow

Zahlreiche umwelt- und klimapolitische Alleingänge der amtierenden Düsseldorfer Landesregierung haben die Betriebe in Nordrhein-Westfalen unverhältnismäßig belastet, schreibt Margarete Haase, Mitglied des Vorstands der Kölner Deutz AG, in ihrem Kommentar für den iwd. Die Vizepräsidentin von „unternehmer nrw“ plädiert deshalb dafür, der Wirtschaftspolitik nach der Landtagswahl wieder einen höheren Stellenwert beizumessen. mehr auf iwd.de