Lohnentwicklung Image
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Denn außer Acht bleibt, dass das Kostenniveau in der Industrie, die im Mittelpunkt des internationalen Wettbewerbs steht, nach wie vor das weltweit höchste unter den großen Volkswirtschaften ist. Übersehen wird auch, dass die Lohnzurückhaltung der zurückliegenden Jahre geholfen hat, die deutsche Wirtschaft wieder wettbewerbsfähig zu machen. In der Euphorie nach der deutschen Einheit stiegen die industriellen Arbeitskosten dagegen in der ersten Hälfte der 1990er-Jahre um jährlich 6 Prozent. Über zwanzig Jahre hinweg gerechnet ergibt sich so für die heimische Kostendynamik im Verarbeitenden Gewerbe im internationalen Vergleich nur ein leicht unterdurchschnittlicher Wert.

Die zurückhaltende Lohnentwicklung der vergangenen Jahre hat überdies geholfen, Beschäftigung aufzubauen. Durch die größere Wettbewerbsfähigkeit war es den Unternehmen zuletzt auch möglich, trotz stark sinkender Produktivität die Belegschaften weitgehend stabil zu halten. Für eine Nachschlagsdiskussion ist es deshalb auch zu früh: Die industriellen Lohnstückkosten sind aktuell noch immer um 10 Prozent höher als vor der globalen Wirtschaftskrise.

IW-Report
IW-Report, 22. Mai 2017

Hagen Lesch Mindestlohn und TarifgeschehenArrow

Seit Anfang 2015 gilt in Deutschland ein gesetzlicher Mindestlohn. Um die Auswirkungen auf das Tarifgeschehen zu untersuchen, hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln Experten aus acht Branchen befragt, die unmittelbar vom Mindestlohn betroffen sind. mehr

IW-Pressemitteilung, 22. Mai 2017

Hagen Lesch Branchenbefragung: Mindestlohn statt TariflohnArrow

Der Mindestlohn hat die Tarifverhandlungen komplizierter gemacht und manchen Tariflohn verdrängt. Wie eine Befragung von acht Branchenverbänden durch das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt, sehen einige Verbände darin einen erheblichen Eingriff in die Tarifautonomie. mehr

9. Mai 2017

Kommentar von Margarete Haase „Ist NRW ein Industrieland oder ein Naturschutzreservat?“Arrow

Zahlreiche umwelt- und klimapolitische Alleingänge der amtierenden Düsseldorfer Landesregierung haben die Betriebe in Nordrhein-Westfalen unverhältnismäßig belastet, schreibt Margarete Haase, Mitglied des Vorstands der Kölner Deutz AG, in ihrem Kommentar für den iwd. Die Vizepräsidentin von „unternehmer nrw“ plädiert deshalb dafür, der Wirtschaftspolitik nach der Landtagswahl wieder einen höheren Stellenwert beizumessen. mehr auf iwd.de