Industrie schultert Milliardenkosten Image
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Die deutsche Metall- und Elektro-Industrie wendete im vergangenen Jahr für die Beschäftigungssicherung durch Kurzarbeit Milliarden auf. So veranschlagt das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) die Kosten, auf denen die Unternehmen bei Kurzarbeit sitzen bleiben („Remanenzkosten“), pro Arbeitsstunde auf rund 7 Euro, selbst wenn die Sozialversicherungsbeiträge zu 100 Prozent von der Arbeitsagentur übernommen werden. In der Metall- und Elektro-Industrie betrug der Arbeitsausfall im Jahr 2009 rund 200.000 Vollzeitäquivalente, was über 300 Millionen Arbeitsstunden entspricht. Daraus errechnet sich eine Kostenbelastung von mindestens 2,2 Milliarden Euro.

Noch einmal deutlich höher ist der Zuschussbetrag der M+E-Industrie, wenn berücksichtigt wird, dass nur ein Teil der Betriebe von einer hundertprozentigen Übernahme der Sozialversicherungsbeiträge durch die Bundesagentur profitiert: In den ersten sechs Monaten müsste dafür der Kurzarbeiter qualifiziert werden. Zudem wird in vielen Unternehmen das Kurzarbeitergeld aufgrund tariflicher Vereinbarungen aufgestockt. Letztlich berücksichtigt die Rechnung auch nicht, dass auch für Kurzarbeiter Personalfixkosten zu tragen sind, die Miete für das Büro bleibt ja.

7. April 2017

Arbeitsmarkt Die Reform des Arbeitslosengelds hat sich bewährtArrow

SPD-Politiker plädieren dafür, das Arbeitslosengeld I unter bestimmten Voraussetzungen länger als bisher zu gewähren. Dabei hat die Kürzung der maximalen Bezugsdauer im Zuge der Hartz-Reformen dazu beigetragen, die Beschäftigungssituation Älterer zu verbessern. Die Argumente für die restriktivere Regelung gelten nach wie vor. mehr auf iwd.de

Schulz setzt auf Emotionen statt Fakten
Gastbeitrag, 5. April 2017

Michael Hüther auf Tagesspiegel Causa Schulz setzt auf Emotionen statt Fakten Arrow

Kanzlerkandidat Schulz will die Fehler der Agenda 2010 korrigieren. Die Legitimation hierfür zieht er aus einem Einzelschicksal und nicht aus handfesten Beweisen. Mit solchen Vorgehen verlässt Politik trittsicher den Boden der Fakten, schreibt Michael Hüther in einem Debattenbeitrag auf causa.tagesspiegel.de. mehr

Interview, 13. März 2017

Holger Schäfer auf MDR Online „Fehlanreize verfestigen Arbeitslosigkeit”Arrow

Die SPD will mehr Arbeitslosen länger ALG I zahlen. Zugleich plant sie einen Rechtsanspruch auf Qualifizierung. Für ALG-II-Empfänger soll das Schonvermögen verdoppelt werden. Der Wirtschaftswissenschaftler Holger Schäfer von Institut der deutschen Wirtschaft Köln sieht die Pläne kritisch. Er warnt, Alimentierung verfestige Arbeitslosigkeit. Außerdem rechnet er mit höheren Kosten als von der SPD veranschlagt. mehr