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Die Aufregung um den Biosprit E10 ist vor allem ein Kommunikationsproblem, denn gut 93 Prozent aller Pkw mit Ottomotor vertragen den neuen Kraftstoff. Bei Fahrzeugen aus deutscher Produktion sind es sogar rund 99 Prozent des Bestandes – nachgelesen werden kann dies beispielsweise auf einer Liste der Deutschen Automobiltreuhand (siehe unten).

Kritisch an der aktuellen Diskussion ist vor allem, dass jetzt die Biokraftstoffstrategie insgesamt in Frage gestellt wird. Denn der heutige Biodiesel und das Bioethanol können nur eine Übergangslösung sein. So ist es viel wichtiger, die Biokraftstoffe der zweiten Generation in den Markt zu bringen. Gemeint sind damit Stoffe wie Biomass to Liquids (BTL), die viele Nachteile der heutigen Biokraftstoffe zumindest dämpfen. Für BTL kann auf jegliche Pflanzenmasse als Rohstoffquelle zurückgegriffen werden. Eine besonders interessante Quelle wären Algen, die sich sehr leicht züchten lassen, ohne dabei Ackerfläche zu verbrauchen. Und wenn man Anbauflächen nutzt, wäre der Ertrag in etwa dreimal so hoch wie bei den heutigen Biokraftstoffen.

E10-Verträglichkeit von Kraftfahrzeugen
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20. Juni 2017

Interview mit Tobias Paulun „Mit einem liquiden Markt sollte man nicht spielen“Arrow

Damit die EU eines Tages eine Energieunion mit grenzüberschreitendem Handel und einer gemeinsamen Energiepolitik wird, hat die EU-Kommission in ihrem neuen „Strommarktdesign“ unter anderem vorgeschlagen, die Preiszonen im Strommarkt neu zu definieren. Was die European Energy Exchange (EEX) davon hält, erläutert Tobias Paulun, Mitglied des EEX-Vorstands, im iwd. Zunächst aber erklärt er, was die Energiebörse in Leipzig überhaupt macht. mehr auf iwd.de

19. Juni 2017

Sandra Parthie / Thilo Schaefer Auf dem Weg in die EnergieunionArrow

Die EU-Kommission will den europäischen Energiebinnenmarkt voranbringen und hat deshalb ein neues Konzept für den Strommarkt vorgeschlagen. Dazu sollen unter anderem die grenzüberschreitende Zusammenarbeit aus- und Staatseingriffe abgebaut werden. Um die Investitionen in weitere Netze und Erzeugungskapazitäten anzuregen, ist zudem ein neuer Zuschnitt der sogenannten Strompreiszonen in der Diskussion – ein Plan, der in Deutschland auf Widerspruch stößt. mehr auf iwd.de