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Der Reformvorschlag kostet den Staat jährlich 2¼ Milliarden Euro Steueraufkommen – nicht viel angesichts des geplanten Gesamtumfangs von 50 Milliarden Euro für das zweite Konjunkturpaket. So gering wie die fiskalischen Kosten sind auch die individuellen Entlastungen: Jeder Steuerpflichtige spart dadurch höchstens 66 Euro Einkommensteuer pro Jahr, Verheiratete das doppelte. Für durchschnittlich verdienende Facharbeiter geht dadurch die Steuerbelastung um rund 0,2 Prozent zurück. Dies sind vernachlässigbar kleine Beträge, durch die die Konjunktur nicht angeregt wird.

Deshalb muss auch an den übrigen Tarifeckpunkten angesetzt werden. Das IW Köln hat vorgeschlagen, den Mittelstandsbauch abzuschaffen. Der entsteht dadurch, dass der Einkommensteuertarif gegenwärtig aus zwei Teilen besteht: Bis 12.740 Euro steigt der Tarif steil an von 15 auf 24 Prozent. Darüber verläuft er deutlich flacher und mündet bei 52.152 Euro in die obere Proportionalzone. Zieht man zwischen Grundfreibetrag und oberer Proportionalzone hingegen eine gerade Linie, beträgt der Steuersatz bei 12.740 Euro nur rund 18 Prozent. Das kostet den Staat knapp 24 Milliarden Euro Steueraufkommen. Damit wären aber echte Entlastungen verbunden: Für zu versteuernde Einkommen zwischen 17.000 und 20.000 Euro ginge die Steuerschuld um rund 19 Prozent zurück.

Falls eine solche umfassende Steuerreform der Bundesregierung zu teuer ist, muss die jetzt geplante Anhebung des Grundfreibetrages mindestens um eine Reformvariante "light" ergänzt werden. Dann würde der Mittelstandsbauch nicht abgeschafft, aber zumindest gemindert. Es entstünden dadurch Aufkommenseinbußen von knapp 12 Milliarden Euro.

Gute Konjunktur trotz schlechter Politik?
IW-Kurzbericht, 21. März 2017

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Die IW-Konjunkturampel signalisiert eine gute wirtschaftliche Dynamik. Offensichtlich scheint die hohe politische Unsicherheit für die aktuelle konjunkturelle Entwicklung keine große Bedeutung zu haben. Die Investitionen – ein Indikator für unternehmerische Erwartungen – treten allerdings trotz großer geldpolitischer Unterstützung auf der Stelle. mehr

Gastbeitrag, 8. Februar 2017

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Es erscheint als ein Luxusproblem für die Politik: Wohin mit den Überschüssen in den öffentlichen Haushalten? Schulden tilgen, Investitionen erhöhen? Bei genauem Hinsehen ist eine Option den anderen überlegen: Die Zeit ist reif für eine Steuerentlastung, die diesen Namen verdient. Ein Gastbeitrag von IW-Ökonom Tobias Hentze im Online-Magazin für Wirtschaftspolitik makronom.de. mehr

Reform der Grunderwerbsteuer
Gutachten, 6. Februar 2017

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Deutschland gilt als Mieternation. Lediglich 45 Prozent der Haushalte in Deutschland leben in den eigenen vier Wänden. Dies liegt zum großen Teil an der hohen Grunderwerbssteuer. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hat untersucht, was nötig wäre, um die Wohneigentumsquote zu erhöhen. mehr