Körperschaftssteuer Image
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Auf den ersten Blick stimmt die Behauptung, dass der Körperschaftssteuersatz in Deutschland mit 15 Prozent relativ niedrig ist. Es kommt aber noch die Gewerbesteuer hinzu. Und in keinem anderen Land der EU gibt es neben der Körperschaftssteuer eine weitere Steuer, welche die Unternehmen ähnlich stark belastet. Als Folge liegen die deutschen Unternehmen mit einer tariflichen Gesamtbelastung von 31 Prozent im oberen Drittel der Industrieländer. Die meisten Nachbarn der Deutschen wie Österreich, Dänemark oder die Niederlande kommen nur auf eine Gesamtbelastung von rund 25 Prozent. Außerdem gibt es bei der Körperschaftssteuer kein europäisches Durchschnittsniveau. Die Sätze reichen von 12,5 Prozent in Irland bis 33,3 Prozent in Frankreich.

Aber selbst wenn es ein europäisches Niveau gäbe, wäre die Forderung von Ver.di, das zusätzlich benötigte Geld aus dem Topf der Körperschaftssteuereinnahmen zu nehmen, gar nicht machbar. Denn viele Staatsdiener sind bei den Kommunen beschäftigt. Und die sind an dem Körperschaftssteueraufkommen überhaupt nicht beteiligt.

Außerdem soll das Aufkommen auch ohne Tariferhöhungen kräftig wachsen. Im Jahr 2011 wurden von den Unternehmen 15,6 Milliarden Euro gezahlt. Bis 2016 soll das jährliche Aufkommen auf 22,4 Milliarden Euro anwachsen. Das sind fast 7 Milliarden mehr. Davon lässt sich manche Tariferhöhung bezahlen, wenn die Forderungen moderat bleiben.

Gutachten
Gutachten, 17. Juli 2017

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Der im Jahr 1991 erstmals eingeführte Solidaritätszuschlag sollte kurzfristige Mehrausgaben für den Golfkrieg und den Aufbau Ost finanzieren. Mehr als 26 Jahre später besteht der Solidaritätszuschlag allerdings immer noch. Mit Ablauf des Jahres 2019 entfällt für die Politik jedoch das letzte Argument, sich an die Einnahmen aus dem Solidaritätszuschlag zu klammern. mehr

14. Juli 2017

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Wenn ab Mitte der 2020er Jahre die Babyboomer in den Ruhestand gehen, schlägt sich das auch in sinkenden Einnahmen aus der Einkommenssteuer nieder. Weil gleichzeitig die staatlichen Ausgaben steigen, muss die Politik zügig handeln. mehr auf iwd.de

Gastbeitrag, 10. Juli 2017

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Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble kann mit der ablaufenden Legislaturperiode zufrieden sein, die schwarze Null ist zweifelsfrei ein Erfolg - auch wenn ihm dabei das Glück zur Seite stand. Davon abgesehen war die Finanz- und Steuerpolitik der Großen Koalition ziemlich uninspiriert. Ein Gastkommentar von Tobias Hentze, Senior Economist beim Institut der deutschen Wirtschaft Köln. mehr