Schon 2010 stagnierte das Volumen des globalen CO2-Marktes erstmals seit 2005. Der Handel mit den Zertifikaten findet zudem größtenteils ohnehin nur in Europa statt.

Vor allem die zukünftige Rolle des sogenannten Clean Development Mechanismus (CDM) sorgt für Verunsicherung. Unterzeichner des Kyoto-Protokolls müssen nämlich nicht unbedingt ihre eigenen Emissionen reduzieren. Sie können auch in den Klimaschutz von Entwicklungs- und Schwellenländern investieren und erhalten dafür Emissionsgenehmigungen. Genau dieses Geschäft ist allerdings um fast die Hälfte eingebrochen, weil nicht klar ist, wie es künftig weitergehen soll. Auch die EU will die CO2-Zertifikate im Europäischen Emissionshandel nur noch dann weiter anerkennen, wenn es ein Kyoto-Nachfolgeabkommen gibt. Dafür muss Durban klare Signale setzen. Nicht zuletzt müssen dafür aber auch die Großemittenten mit ins Boot, allen voran die USA, China, Indien und Brasilien. Denn bereits ohne diese vier Staaten bliebe beinahe die Hälfte des globalen CO2-Ausstoßes außen vor.