Der Klimagipfel in Marrakesch ist in vollem Gange und die Umweltministerin will unbedingt noch etwas in der Hand haben. Am liebsten den Klimaschutzplan 2050, der im Wesentlichen die Beschlüsse des Pariser Klimagipfels in konkrete Maßnahmen für Deutschland übersetzten soll. Lange haben die Koalitionspolitiker gestritten, jetzt ist ein scheinbar beschlussfähiger Entwurf durchgesickert. Eine Kernforderung darin: Der Ausbau erneuerbarer Energien soll weiter vorangehen. Die Produktion von Strom aus Sonne und Wind soll bis 2030 verdoppelt werden. Das entspricht den bisherigen Ausbauzielen, die auch dem EEG 2017 zugrunde gelegt wurden.

IW-Berechnungen zeigen: Die Kosten für den bisher geplanten Ausbau liegen im Jahr 2025 bei rund 4,5 Milliarden Euro jährlich. Insgesamt dürften die Förderkosten bis 2025 auf 24,8 bis 32,9 Milliarden Euro jährlich anwachsen – je nachdem, wie sich die Preise am Strommarkt entwickeln. Das bedeutet umgerechnet eine EEG-Umlage zwischen 7,5 und 10 Cent je kWh.

Korrektur: In einer vorherigen Version dieser Nachricht ist das IW Köln von falschen Ausbaumengen ausgegangen. Die einem Medienbericht zugrunde liegenden Annahmen sind nicht zutreffend. Nicht der Anteil der gesamten erneuerbaren Energien soll sich verdoppeln, sondern nur die produzierte Strommenge aus Wind und Solar.