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In Deutschland und Europa hat die Politik sich sehr auf eine eigene Vorreiterrolle verlassen:

• Als das Kyoto-Protokoll verabschiedet wurde, hat sich Deutschland verpflichtet, seine Emissionen um 21 Prozent zu senken. Damit sollten andere Länder zum Mitmachen animiert werden – passiert ist nicht viel.

• Im Vorfeld der Klimaverhandlungen der vergangenen Jahre hatte Deutschland sich auf ein einseitiges Ziel von 30 Prozent weniger Emissionen festgelegt – im Glauben, andere Länder würden diesem Vorbild folgen. Doch daraus wurde wieder nichts.

• Mit dem Amtsantritt der schwarz-gelben Koalition hat Deutschland seine Reduktionsverpflichtung auf 40 Prozent erhöht. Die erneute Hoffnung, dass weitere Staaten dem deutschen Vorreiter folgen, scheiterte zum dritten Mal.

Ein internationales Klimaschutzabkommen, das die Lasten der Emissionsminderung fair verteilt, ist nach wie vor in weiter Ferne. Mehr Augenmaß in der deutschen und europäischen Klimaschutzpolitik wäre daher hilfreich.

7. November 2017

Interview mit Jürgen Hacker „Nationale Alleingänge sind in der Klimapolitik kontraproduktiv“Arrow

Immer wieder wird das Emissionshandelssystem der EU dafür kritisiert, das Klima nicht ausreichend zu schützen. Doch trotz einiger Unzulänglichkeiten ist es für den Umweltökonomen Jürgen Hacker der beste Weg, um die Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Im iwd-Interview erklärt der Vorsitzende des Bundesverbands Emissionshandel und Klimaschutz (bvek), wie sich der Zertifikatehandel noch optimieren ließe. mehr auf iwd.de

6. November 2017

Benjamin Tischler Klimapolitik: Worthülsen mit Inhalt füllen Arrow

Vom 6. bis zum 17. November schaut die Welt gebannt auf Bonn. Denn auf der 23. UN-Klimakonferenz geht es darum, die bislang überwiegend vagen Worthülsen des Pariser Klimaabkommens mit konkreten Regelungen zu füllen. Je schneller dies gelingt, desto früher können Klimaschutzverpflichtungen verhandelt werden. Die Zeit drängt, denn ohne rasche und drastische Emissionsreduktionen kann die globale Erwärmung nicht auf 2 Grad Celsius begrenzt werden. mehr auf iwd.de

CO2-Regulierung des Straßenverkehrs in Europa – ein Kompendium
Gutachten, 9. August 2017

Thomas Puls CO2-Regulierung des Straßenverkehrs in EuropaArrow

Der Verkehrssektor steht bei der Dekarbonisierung vor besonderen Herausforderungen, denn der Bedarf an Mobilität von Personen und Gütern nimmt global rasant zu, vor allem in den aufstrebenden Schwellenländern. Aufgrund seiner Schlüsselstellung für die Mobilität wird die künftige Kohlendioxid-Regulierung von Pkw und Lkw eine gewichtige Rolle für die Klimapolitik spielen. mehr