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Ver.di steht unter Zugzwang. Die Organisation hat seit dem Jahr 2000 fast 800.000 Mitglieder verloren und leidet im Verkehrssektor und im Gesundheitswesen unter der Konkurrenz verschiedener Berufsgewerkschaften. Zudem hat sich die Kampfstärke der Organisation verändert. Die klassischen Streiktruppen – Busfahrer und Müllwerker – sind vielfach ausgelagert oder in eigene Spartentarifverträge überführt worden. An ihre Stelle sind nun die Erzieherinnen getreten. Sie müssen heute unter erschwerten Bedingungen ihren Job erledigen, die Anforderungen an sie nehmen zu, die Bezahlung ist noch nicht angepasst worden.

Die Großgewerkschaften haben somit ein handfestes Interesse daran, die wachsende Unzufriedenheit des Kitapersonals zu kanalisieren. Ansonsten droht, dass eine neue homogene und streikmächtige Berufsgruppe ihre Interessen in einer eigenen Organisation durchsetzen wird. Diese Gefahr ist real, wie sich aus den zuletzt steigenden Mitgliederzahlen der GEW andeutet. Die "Lehrergewerkschaft" organisiert nämlich ebenfalls Erzieherinnen und tritt verstärkt für deren Belange ein.

19. April 2017

Tarifkonflikte Konkurrierende Gewerkschaften: Wadenbeißer gegen PlatzhirscheArrow

Kleine Gewerkschaften wie die Piloten- und die Lokführerorganisationen ziehen oft auffallend konfliktfreudig in ihre Tarifverhandlungen. Besonders stark schaukeln sich Revierkämpfe mit den etablierten Branchengewerkschaften auf, wie eine Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt. mehr auf iwd.de

Jugendliche aus bildungsnahen Familien sind sportlich aktiver
IW-Kurzbericht, 7. April 2017

Wido Geis Jugendliche aus bildungsnahen Familien sind sportlich aktiverArrow

Fragt man junge Erwachsene, ob sie in ihrer Jugend Sport getrieben haben, bejahen das unabhängig vom Bildungshintergrund der Eltern rund drei Viertel. Betrachtet man hingegen, wie viel Zeit Jugendliche mit sportlichen Aktivitäten verbringen, zeigen sich deutlich niedrigere Werte bei Befragten aus bildungsferneren Elternhäusern. mehr

Schlichtung ist weiterhin nötig
IW-Nachricht, 20. März 2017

Tarifverhandlungen Berliner Flughäfen Vermitteln reicht nichtArrow

Nachdem die Tarifverhandlungen für das Bodenpersonal an den Berliner Flughäfen gescheitert sind, soll nun der ehemalige Berliner Innensenator Ehrhart Körting vermitteln. Dieser Schritt ist richtig, reicht aber nicht aus. Denn im Gegensatz zu einem Schlichter nimmt Körting als Mediator keinen inhaltlichen Einfluss auf die Verhandlungen. mehr