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Es sieht ganz so aus, als würden die Kitas in nächster Zeit geöffnet bleiben. Foto: Robert Kneschke/Fotolia

Ein kleines Plus von 2,9 Prozent gegenüber dem Schlichterspruch könnte nun ausreichen, um eine neue Streikwelle abzuwenden: Nach eigenen Angaben legten die kommunalen Arbeitgeber nochmal 9 Millionen Euro auf die im Schlichterspruch vom Juni 2015 vereinbarten Mehrkosten von 306 Millionen Euro.

Mit ihrer Entscheidung für den Kompromiss haben Verdi, GEW und dbb viel Einsicht gezeigt. Offen ist aber, ob die Einigung den Segen der Tarifkommissionen findet. Diese hatten den Schlichterspruch im Sommer abgelehnt. Stimmen die Kommissionen nun zu, müssen sich noch mindestens 25 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder in einer neuen Urabstimmung für die Annahme aussprechen. Das dürfte jedoch wahrscheinlich sein – zu zermürbend war der langwierige Tarifkonflikt auch für die streikenden Erzieherinnen.

Doch der nächste Konflikt droht bereits: Verdi und Co. haben schon angekündigt, auch die Pflegeberufe aufwerten zu wollen. Hier geht es vor allem um bessere Betreuungsrelationen zwischen Patienten und Pflegern. An der Berliner Charité kam es deswegen im Sommer bereits zu einem zehntägigen Streik. Die Gewerkschaften könnten das Risiko einer weiteren Eskalation aber verringern. Dazu müssten sie ihre Forderungen so justieren, dass die Kluft zwischen den geweckten Erwartungen der Mitglieder und der Kompromissbereitschaft der Arbeitgeber nicht ähnlich groß ist wie im abgelaufenen Konflikt. Dort wurden 10 Prozent gefordert – dreimal so viel wie jetzt herauskam.

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Schlichtung ist weiterhin nötig
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