KITA-Plätze und Betreuungsgeld Image
Quelle: Fotolia

Zum 1. März 2012 wurden 558.000 Kinder unter 3 Jahren in einer Kindertageseinrichtung oder einer öffentlich geförderten Kindertagespflege betreut. Bis August 2013 soll für 780.000 Kleinkinder ein Betreuungsangebot verfügbar sein. Es fehlen also noch gut 220.000 Plätze, soll das politisch gesteckte Ziel erreicht werden.

Nun hat der Gesetzgeber beschlossen, das Betreuungsgeld einzuführen. Dieses Geld wäre besser in den Ausbau der Kinderbetreuung investiert – denn der Effekt des Betreuungsgelds ist für die Gesellschaft längst nicht so wie der einer verlässlichen Betreuungs-Infrastruktur.

Denn nur mit einer professionellen Kinderbetreuung können Eltern tatsächlich so viel arbeiten, wie sie sich wünschen. Gerade Alleinerziehende können so ihre Armutsgefährdung deutlich reduzieren: Vollzeitbeschäftigte Alleinerziehende sind lediglich zu 5 Prozent armutsgefährdet, bei nichterwerbstätigen liegt die Quote hingegen bei über 50 Prozent. Aber auch die Kinder profitieren vom externen Betreuungsangebot – vor allem, wenn Sie internationale Wurzeln haben.

Im Ergebnis kommt ein gutes Betreuungsangebot für Kleinkinder auch dem Fiskus zugute: Steuermehreinnahmen und sinkende Sozialausgaben übertreffen langfristig die Investitionskosten in KITA-Plätze. Beim Betreuungsgeld treten all diese positiven Effekte hingegen nicht auf.

Ansprechpartner

18. Oktober 2017

Sarah Pierenkemper Weibliche Flüchtlinge gezielt integrieren Arrow

Die Integration von Flüchtlingen auf dem Arbeitsmarkt ist eine große Herausforderung – das gilt vor allem für weibliche Flüchtlinge. Denn zu den vielen Aufgaben, die Migranten in Deutschland meistern müssen, kommt für den Großteil der Frauen noch etwas Spezifisches hinzu: die Vereinbarkeit von familiären und beruflichen Pflichten. mehr auf iwd.de

Gutachten, 4. Oktober 2017

Wido Geis / Bernhard Koldert / Axel Plünnecke / Michael Thöne Kosten und Nutzen lokaler FamilienzeitpolitikArrow

Zeit ist ein entscheidender Faktor dafür, wie gut das Familienleben gelingt. Kommt es zu Zeitkonflikten und Stress, schadet das nicht nur den betroffenen Personen selbst, sondern belastet die Familie als Ganzes. Zudem führen Zeitkonflikte häufig dazu, dass insbesondere Mütter nicht im von ihnen gewünschten Umfang erwerbstätig werden und ihre berufliche Entwicklung vorantreiben können. mehr